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Dies ist auch deshalb hilfreich, weil in der Praxis der Sozialen Arbeit oft mehrere Prozessschritte gleichzeitig realisiert werden. In Rückbezug auf das Prozessmodell kann geprüft werden, ob gewählte Methoden Situation und Aufgabenstellung in einem Fall entsprechen, das gewählte Vorgehen angemessen ist oder abgeändert werden soll. Da Prozessgestaltung unterschiedliche zeitliche Dimensionen aufweist – die u. a. durch Auftrag und Organisationskontext bestimmt sind – gilt es die verschiedenen Prozesszyklen wie auch die Zielebene im Auge zu behalten. Das Prozessmodell ermöglicht auch eine strukturierte Gestaltung der Zusammenarbeit mit Klientinnen sowie die Strukturierung und Organisation der Zusammenarbeit mit den beteiligten Fachpersonen. Die systematische Vernetzung schafft Transparenz und unterstützt die Koordination zwischen den Beteiligten. Es kann auch genutzt werden als Rahmen für den fachlichen Diskurs und als Reflexionsinstrument für das eigene methodische Handeln. Das Konzept Kooperative Prozessgestaltung lässt sich zusammenfassend folgendermaßen charakterisieren: Die Wissensbestände der Sozialen Arbeit und ein professionelles Selbstverständnis bilden die Basis des Konzepts. Die beiden grundlegenden Arbeitsprinzipien beziehen sich auf den Prozess des Nachdenkens auf der Fachebene sowie auf die Arbeitsbeziehung und den gemeinsamen Suchprozess mit Klienten(-systemen) und Adressatengruppen. Das im Zentrum des Konzepts stehende Prozessmodell gilt es kontext- und fallbezogen flexibel zu nutzen. Aus dem Anforderungskatalog für professionelles Handeln in der Sozialen Arbeit sind fünf Kriterien abgeleitet worden, die für die Reflexion von Methoden herangezogen werden können: Kooperation mit Klienten(systemen) und auf der Fachebene, übergreifende Zielsetzungen der Sozialen Arbeit, Professionsethik, Praxisfelder und Aufwand. Anhand dieser Reflexionskriterien sollen die in den nachfolgenden Kapiteln vorgestellten Methoden beurteilt werden.