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agieren sie als unverwechselbare Person auch in einer diffusen
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Sozialbeziehung und können durch selektive persönliche Öffnung
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emotionale Nähe herstellen.
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Es gibt keine Techniken zur ›Herstellung‹ einer Arbeitsbeziehung.
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Professionelle benötigen kommunikative und interaktive Fähigkeiten,
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entscheidend jedoch ist die akzeptierende, wertschätzende und
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wohlwollende Grundhaltung dem Klienten gegenüber.
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Ressourcenorientierung ist ein wichtiges Arbeitsprinzip.
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Eine wesentliche Kompetenz besteht in der professionellen
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Selbstreflexion der Arbeitsbeziehung. Zur Reflexion der
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Beziehungsdynamik und der eigenen emotionalen Verstrickung in die
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Beziehung ist insbesondere das psychoanalytische Konzept von
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Übertragung und Gegenübertragung geeignet. Um professionelles
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Handeln sichern zu können, ist eine Institutionalisierung der
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professionellen Selbstreflexion unabdingbar.
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Zur Realisierung des Auftrags der Sozialen Arbeit ist eine
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Zusammenarbeit mit anderen Sozialpädagogen sowie mit Angehörigen
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anderer Professionen und Berufen unabdingbar. Die Konstellationen
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dieser intra- und interprofessionellen Kooperation unterscheiden sich in
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der Praxis hinsichtlich institutionellem Kontext (innerhalb oder
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außerhalb der eigenen Organisation) sowie Dauer und Intensität.
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Insbesondere in Praxisfeldern, in denen der Alltag mit Klienten geteilt
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wird, kann die Aufgabe professioneller Unterstützung nicht als
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Einzelleistung, sondern nur im Team erbracht werden: Eine formell als
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organisatorische Einheit institutionalisierte Gruppe von Sozialpädagogen
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erbringt in Arbeitsteilung aufgabenbezogen und zielorientiert
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gemeinsam eine soziale Dienstleistung.
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Aufgrund der diffusen Allzuständigkeit für komplexe Problemlagen ist
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es eine kontinuierliche Aufgabe von Sozialarbeiterinnen, fallbezogen die
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eigene Zuständigkeit zu klären und aufgabenorientiert mit Vertreterinnen
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anderer Professionen und Berufe zusammen zu arbeiten. Dabei nehmen
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Professionelle der Sozialen Arbeit oft die Aufgabe wahr,
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interprofessionelle Kooperationsprozesse zu initiieren und zu
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koordinieren. Sie sind herausgefordert, ihre Kompetenz und den
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professionsspezifischen Standpunkt in den Fachdiskurs einzubringen.
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Vertiefungsliteratur
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Heiner, Maja (2010). Soziale Arbeit als Beruf. Fälle – Felder – Fähigkeiten. Ernst
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Reinhardt, München. Auszug S. 458–480.
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Schäfter, Cornelia (2010). Die Beratungsbeziehung in der Sozialen Arbeit. Eine
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theoretische und empirische Annäherung. VS Verlag für Sozialwissenschaften,
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Wiesbaden. Auszug S. 38–64, 85–118.
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