2026-001/documents/praxis/pages/103.md
KPG Mentor 0cec1b5740 feat: extract individual page markdown files from PDFs
Generated pages/ subfolders for all documents:
- arbeit: 386 pages
- praxis: 297 pages
- EPG: 11 pages

Page numbers are 0-based PDF indices matching the book viewer.
Extracted using pdftotext.
2026-03-05 11:13:56 +00:00

43 lines
2.9 KiB
Markdown
Raw Blame History

This file contains ambiguous Unicode characters

This file contains Unicode characters that might be confused with other characters. If you think that this is intentional, you can safely ignore this warning. Use the Escape button to reveal them.

Hochuli Freund
31.7.17 S. 103
Kooperation und Multiperspektivität
können. Wenn alle beteiligten Fachkräfte unterschiedlicher Professionszugehörigkeit ihren eigenen fachlichen Standpunkt vertreten, für ihn eintreten und
kämpfen können, ist dies die beste Grundlage für einen fruchtbaren gemeinsamen aufgaben- und zielbezogenen Verständigungsprozess.
Für die Soziale Arbeit hat die Perspektive der Klientinnen eine besondere Bedeutung. Sozialarbeiterinnen werden deshalb in einem anwaltschaftlichen
Selbstverständnis (vgl. Brumlik 2004) stets auch die Sichtweise des Klienten in
den Fachdiskurs der interprofessionellen Kooperation einbringen. Wenn sich
alle Beteiligten gemeinsam an einem runden Tisch zusammensetzen und beraten, was zu tun ist, werden sie die Klientin dabei unterstützen, ihre Anliegen
und Sichtweise zu formulieren und dafür Sorge zu tragen, dass ihre Stimme
auch gehört wird. So werden die unterschiedlichen Perspektiven formuliert,
nebeneinandergelegt, transparent für alle Beteiligten. Manchmal gelingt es in
einem solchen Gespräch am runden Tisch, dass aus diesen unterschiedlichen
Perspektiven etwas Neues entstehen kann. Denn: »Was siehst du, wenn du
schaust?« (siehe 1.1.) du siehst nur deine Welt. Wenn aber mehrere gemeinsam schauen, sehen sie eine vielgestaltigere, farbigere Welt, und es zeigen sich
weitere Möglichkeiten, wie Unterstützung aussehen und wie eine Veränderung
möglich werden kann.
Literatur
Austen, Jane (2008). Pride and Prejudice. Oxford: Oxford University Press (Erstausgabe
1813).
Boban, Ines/Hinz, Andreas (2000). Förderpläne für integrative Erziehung überflüssig?
Aber was dann?? In: Mutzeck, Wolfgang (Hrsg.). Förderplanung. Grundlagen
Methoden Alternativen. Weinheim: Beltz. S. 131144.
Brumlik, Micha (2004). Advokatorische Ethik. Zur Legitimation pädagogischer Eingriffe.
Berlin/Wien: Philo.
Cassée, Kitty (2010). Kompetenzorientierung. Eine Methodik für die Kinder- und Jugendhilfe. Ein Praxisbuch mit Grundlagen, Instrumenten und Anwendungen. 2. Aufl. Bern:
Haupt Verlag.
Clark, Michael D. (1998). Strength-Based Practice: The ABCs of Working with Adolescents Who Dont Want to Work with You. In: Federal Probation 62 (1). S. 450.
Conen, Marie-Louise/Cecchin, Gianfranco (2013). Wie kann ich Ihnen helfen, mich wieder loszuwerden? Therapie und Beratung mit unmotivierten Klienten und in Zwangskontexten. 4. Aufl. Heidelberg: Carl Auer.
Darius, Sonja/Hellwig, Ingolf (2004). Zur Kooperation von Jugendhilfe und Jugendpsychiatrie. Befunde und Empfehlungen aus einem Forschungs- und Entwicklungsprojekt
in Rheinland-Pfalz. In: Fegert, Jörg M./Schrapper, Christian (Hrsg.). Handbuch
Jugendhilfe Jugendpsychiatrie. Interdisziplinäre Kooperation. Weinheim: Juventa.
S. 505516.
Fegert, Jörg M./Schrapper, Christian (2004). Vorwort. In: dies. (Hrsg.), Handbuch
Jugendhilfe Jugendpsychiatrie. Interdisziplinäre Kooperation. Weinheim: Juventa.
S. 58.
103