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Raw Blame History

Hochuli Freund

31.7.17 S. 175

Implementation eines Tools für sozialpädagogische Prozessgestaltung

Was war(en) die grösste Überraschung, die grössten Freuden? Oliver Eglinger, Projektmitarbeiter Stiftung Schürmatt, interner KPG-Experte: Die Mitarbeitenden haben sich auf den Prozess eingelassen, waren interessiert und motiviert sich das dazu notwendige Fachwissen zu erarbeiten und mit ihren Klientinnen zu erproben. Erfreulich war auch das Interesse der Teams an einer qualitativ nachhaltigen Umsetzung der einzelnen Prozessschritte indem sie entsprechende Rückfragen stellten bzw. ihre Ergebnisse beurteilen liessen und zur Diskussion stellten. Beeindruckend ist weiter, dass die Mitarbeitenden heute einen neuen Blick auf die Klienten haben. Eine fundierte Auseinandersetzung mit der Biografie und deren exakte Dokumentation hat wichtige Erkenntnisse ermöglicht, welche es den Mitarbeitenden erlauben, aktuelles Handeln und Denkprozesse der Klientinnen besser zu verstehen, entsprechend einzuordnen und auf dieser Basis angemessen zu planen und handeln. Ursula Hochuli Freund, Projektleiterin HSA: Zunächst die Freude, dass die Leitung eine neue, zusammenhängende/in sich konsistente, KPG-basierte Prozessgestaltung entwickeln und implementieren wollte. Und dann immer wieder die Freude über die hohe Motivation der Mitarbeitenden, von denen mir berichtet wurde. Auch vermeintlicher Widerstand konnte mit der Zeit gedeutet werden als Ausdruck von: »Das haben wir noch nicht wirklich verstanden wie ist das denn gemeint?« Die Rückmeldungen bei der Projekt-Abschlussveranstaltung, dass die neue Prozessgestaltung einen spürbaren Unterschied mache, dass das merkwürdig erscheinende Verhalten eines Klienten durch diesen strukturierten Zugang nun plötzlich Sinn mache und dass die Zusammenarbeit mit Klientinnen anders sei, deren Sichtweise nun besser erforscht und ernst genommen werde sie haben mich sehr gefreut. Jakin Gebert, Projektmitarbeiter HSA: Eine der grössten Überraschungen war für mich die hohe Motivation der Mitarbeitenden in beiden Schulungs-Varianten. Die Arbeitsatmosphäre war sehr angenehm, die Offenheit und Bereitschaft der Mitarbeitenden die eigene Meinung zu äussern, Unklarheiten bei der Umsetzung von SPG immer wieder anzusprechen, ohne sich entmutigen zu lassen, habe ich als grosse Bereicherung erlebt. Besonders gefreut hat mich auch, dass bei einigen Mitarbeitenden geradezu eine neue Leidenschaft geweckt wurde, ihre Arbeit zu verbessern. Letztlich war es eine Genugtuung zu hören, welche Effekte die Auseinandersetzung einzelner Mitarbeitender mit SPG hatte, beispielsweise, wenn durch den stärkeren Einbezug der Klienten bei der Analyse bisher unbekannte Wünsche, Stärken etc. ans Tageslicht gekommen sind oder durch diagnostische Überlegungen neue Erkenntnisse für einen Fall gewonnen werden konnten.

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