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geschaffen werden müssen, wie sich die Maximen des Hilfeansatzes
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realisieren lassen unter Wahrung gewachsener Strukturen etc. (vgl. Galuske
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2013:31).
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Methoden stützen sich ab auf Techniken, die als »erprobte, standardisierte
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Verhaltensmuster [gelten], deren Wirkung mit großer Wahrscheinlichkeit
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voraussagbar ist« (Krauss 2006:123). Im Zusammenhang mit der Methode
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Familienhilfe sind es Techniken der Kontaktaufnahme, der
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Gesprächsführung, der Erhebung der Wohnverhältnisse und -umgebung,
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der Planung, der Phasierung einzelner Teilschritte etc., die effizient
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eingesetzt werden sollen.
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Die Unterteilung in Konzept, Methode und Techniken ist eine streng
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analytische. Sie zielt darauf ab, dass der Vielschichtigkeit und Komplexität
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des sozialarbeiterischen Alltags nicht mit einem verkürzten
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Methodenverständnis begegnet wird. Klienten suchen eine Hilfe, die
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individuell auf sie abgestimmt ist, sie in ihren eigenen Bestrebungen
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unterstützt, ihren Eigensinn respektiert, die Besonderheit ihrer Lebenswelt
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erkennt und die bestehenden sozialen Netzwerke mit einbezieht und nicht
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eine Sozialpädagogin, die sie mit einer ganz bestimmten Methode oder
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Technik ›bedient‹. Methoden sind demnach immer in ein Konzept
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einzubetten und auf ihre Wirksamkeit und Angemessenheit hin zu
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überprüfen. Bereits 1963 formulierte Hoffmann sein Methodenverständnis
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in klarer Weise: Eine Methode sei der »theoretisch geklärte Handlungsplan,
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der in der Rückschau erkannte und berechtigte Weg der Praxis, der sich in
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gewisser Gesichertheit planend in die Zukunft richtet, wenn auch immer in
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Bereitschaft, sich von erneuter Besinnung weiterhin korrigieren (…) zu
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lassen« (1963:81 zit. in Galuske 2013:34).
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Welches sind nun Merkmale eines griffigen Methodenbegriffs für Soziale
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Arbeit? Wir verstehen Methoden als systematische Handlungsformen, die
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den professionellen Umgang mit sozialen Problemen und Thematiken in
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zielgerichteter Weise leiten. Ihre Basis bilden eine professionelle Ethik,
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sozial- und humanwissenschaftliche Erkenntnisse und eine reflektierte
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Berufserfahrung. Sie stellen trotz Anspruch auf Allgemeingültigkeit keine
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Handlungsrezepte dar, sondern ermöglichen situationsbezogenes Arbeiten,
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das den Klientinnen und ihren Anliegen gerecht wird. Ziele, Gegenstände
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und Mittel reflektierten Handelns werden von den gewählten Methoden
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mitbestimmt. Sie berücksichtigen die Prozessorientierung professionellen
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Handelns, sind in eine übergeordnete Struktur (Methodik, Konzept)
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eingebettet und zeichnen sich idealer Weise durch Transparenz auf.
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Die Auswahl der Methode geschieht fall- und kontextbezogen. Methoden in
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der Sozialen Arbeit sind schließlich stets kritisch zu reflektieren, ob sie die
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beabsichtigte Zielerreichung unterstützt haben und den Anforderungen der
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verschiedenen Beteiligten gerecht geworden sind (vgl. Krauss 2006:121).
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Auch Galuske verweist auf die Wichtigkeit einer sorgfältigen
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Methodenreflexion (vgl. 2013:35).
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6.1.2
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Systematisierungsmöglichkeiten
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Bis weit in die 1970er Jahre unterschied man die drei ›klassischen‹
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Methoden Soziale Einzelfallhilfe, Soziale Gruppenarbeit und
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