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Hochuli Freund
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31.7.17 S. 259
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Bedürfnisse aufnehmen
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ziale Gerechtigkeit, soziale Integration und Autonomie« (ebd.:151). Weiter gibt
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es den Organisationsauftrag und die klientenbezogenen Aufträge (vgl. ebd.). In
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meinem Fall bietet es sich an, sich auf den Organisationsauftrag zu beziehen. In
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diesem sind Schlüsselwörter wie Integration, Möglichkeit zur Teilhabe und Lebensqualität enthalten. Ein neues Angebot an Aktivitäten kann eine Annäherung zur Integration, Teilhabe und Lebensqualität ermöglichen.
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Mit dem Projekt soll die Integration der Bewohnerinnen und Bewohner unterstützt werden. Sie erhalten die Möglichkeit an einem Angebot mit anderen
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Personen mit ähnlichen Interessen teilzunehmen. Durch das Entwickeln von
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neuen Angeboten können auch Personen hinzukommen, die sonst nicht oder
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nur wenig bei Gruppenaktivitäten teilnehmen. Die Möglichkeit zur Teilhabe
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wird dadurch realisiert, dass die Bewohnerinnen und Bewohner in der Situationserfassung miteinbezogen werden. Sie beeinflussen durch ihre Aussagen,
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welche Angebote in Frage kommen. Zudem können sie freiwillig am Angebot
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teilnehmen, sich dabei beteiligen sowie Anregungen einbringen. Das dritte
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Schlüsselwort ist die Lebensqualität. Lebensqualität ist ein subjektiv geprägter
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Begriff. Das heisst, Lebensqualität wird nicht von allen Menschen unter gleichen Bedingungen gleich empfunden (vgl. Holzhausen 2009:23). Lebensqualität
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kann mit Bedürfnissen verbunden werden. In der Wohlfahrtsforschung hat Erik
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Allardts im Zusammenhang mit der Bedürfnispyramide von Maslow ein Konzept entwickelt, bei dem zwischen materiellen Grundbedürfnissen und höheren
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Bedürfnissen der Lebensqualität differenziert werden kann (vgl. Mardorf
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2006:104). Diese Bedürfnisse beinhalten Gefühle der Zugehörigkeit und Selbstverwirklichung, welche im Projekt evtl. erfüllt werden könnten.
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Als erstes habe ich mir überlegt, welcher Realitätsausschnitt sich anbietet.
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Nach Hochuli Freund und Stotz (2015:153) beinhaltet der Realitätsausschnitt
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die Komponenten Raum und Zeit und ist bestimmt durch den Auftrag. Da
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mein Praktikum lediglich ein halbes Jahr dauert, musste ich möglichst bald mit
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der Situationserfassung beginnen, um noch genügend Zeit für die Umsetzung
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des Projekts zu haben. Weiter habe ich die Möglichkeit, das Angebot auf der
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Wohngruppe im Gemeinschaftsraum durchzuführen. Wegen der eingeschränkten Mobilität der Bewohnerinnen und Bewohner sind externe Angebote eher
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schwierig durchzuführen. In zeitlicher Hinsicht geht es um Vergangenheit und
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Gegenwart der Bewohnerinnen und Bewohner.
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Durch den Umzug in ein Altersheim entsteht eine grosse räumliche und strukturelle Veränderung im Leben. Häufig wechseln die Personen die gewohnte Umgebung. Zudem wird der Tagesablauf in gewissen Lebensbereichen (Essenszeiten, Verfügbarkeit des Personals und somit der Unterstützung) vorbestimmt,
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was die Autonomie einschränkt. Weiter ist bei den meisten Bewohnerinnen und
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Bewohner die Sehbeeinträchtigung erst im Alter entstanden. Dieser Umstand erfordert ein grosses Anpassungsvermögen von den Betroffenen. Ich habe häufig
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beobachtet, dass sie sich bestimmte Fähigkeiten und Fertigkeiten auf Grund der
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Beeinträchtigung nicht mehr zutrauen. Zudem haben sich die gesellschaftlichen
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und geschichtlichen Situationen verändert. Die meisten der Bewohnerinnen und
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Bewohner haben prägende geschichtliche Ereignisse wie den zweiten Weltkrieg
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miterlebt. Die Freizeitgestaltung bzw. der Begriff Freizeit war damals noch an259
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