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Hochuli Freund
31.7.17 S. 196
Teil 2 Arbeitsfeldspezifische Konkretisierungen und Arbeitsmaterialien
senweisen Sprechverbots, v. a. beim Typus der Fallbesprechung im intraprofessionellen Team, bei dem eine Sozialarbeiterin einen Fall einbringt, an
dem die Kollegen nicht involviert sind (vgl. ebd. und siehe oben).
Im Folgenden werden Strukturierungshilfen für Fallbesprechungen gemäss
dem Konzept KPG vorgestellt.
2
Materialien für Fallbesprechungen nach KPG
Dieses Kapitel enthält viele Materialien. Zunächst werden Leitfragen vorgestellt, die für die Fall-Vorstellung genutzt werden können. Die nächste Strukturierungshilfe ist geeignet für Kurz-Fallbesprechungen und für die Einordnung
eines Falles, wenn der Fokus einer Fallbesprechung noch nicht festgelegt ist.
Anschliessend finden sich Leitfäden, die dem Prozessmodell KPG folgen. Jede
Anleitung bezieht sich auf einen Prozessschritt. Es ist jedoch gut möglich und
sehr oft sinnvoll, in einer Fallbesprechung zwei Prozessschritte zu bearbeiten
(z. B. nach einer sozialen Diagnose noch Unterstützungsziele für die Professionellen zu formulieren). Die Anleitungen sind entsprechend zu modifizieren. Diese analytische Aufteilung soll die Übersicht über die Materialien erleichtern und
viele Variationsmöglichkeit bei der Nutzung unterstützen.
Die Rahmung einer Fallbesprechung ist wichtig, denn sie macht deutlich, worum genau es in einer Fallbesprechung geht. Jeder Leitfaden für eine Besprechung zu einem Prozessschritt enthält deshalb einen Einleitungstext für die Moderation. Diese Moderationsaufgabe ist anspruchsvoll, gilt es doch, für das
Einhalten der Struktur zu sorgen und zugleich einen gemeinsamen Verständigungsprozess zu ermöglichen. Als Orientierungshilfe sind Zeitangaben eingefügt, welche die Planung und Leitung einer Fallbesprechung erleichtern sollen.
Diese Angaben mögen eng bemessen klingen, insbesondere am Anfang. Je mehr
diese Form der strukturierten gemeinsamen Reflexion in einem Team eingeübt
ist, desto kleiner wird Zeitbedarf.5
Zur Dokumentation sind keine Anleitungen enthalten. Grundsätzlich ist eine
fortlaufende Flip-Chart-Dokumentation sehr zu empfehlen. Auf diese Weise
werden sichtbar für alle Ergebnisse gesichert, können Erkenntnisse zusammengefasst und argumentative Wiederholungsschlaufen eingeordnet und abgekürzt werden.
Am Ende sind stets Anmerkungen zur Variante Fallbesprechung mit Klientin angefügt.
Hier die Übersicht zu den Materialien:
1. Fallvorstellung
2. Fragen zur Einordnung des Themas und für Kurzfallbesprechungen
3. Fallbesprechung Situationserfassung
5 Die Orientierung an Effizienz soll sicherstellen, dass der Austausch über die Arbeit mit
Klienten nicht anstelle der Arbeit mit Klienten tritt.
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