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Die Entwicklung der traumapädagogischen Standards
internen Ethikkomitees ist es, Handlungsempfehlungen und ethische Leitlinien zu
entwickeln, die Einhaltung von Standards (auch traumapädagogischen Standards),
wie sie in den Leitbildern häufig unverbindlich beschrieben sind, zu konkretisieren und zu überprüfen sowie als beratendes Gremium zu fungieren (Graf 2014).
Die Neuauflage der traumapädagogischen Standards von 2024
Seit 2021 werden die traumapädagogischen Standards von einer Arbeitsgruppe
des Fachverbandes Traumapädagogik e. V. überarbeitet. Die große Verbreitung der
Traumapädagogik nach der Veröffentlichung der traumapädagogischen Standards
von 2011 führten zu einer massiven Zunahme an Personen und Organisation, die
sich mit der Entwicklung von explizit und implizit traumapädagogischen Konzepten sowohl in der praktischen Arbeit als auch in der theoretischen Entwicklung
befasst haben. Zahlreiche Publikationen und Fachveranstaltungen bilden nach wie
vor neue Erkenntnisse und unterschiedliche Sichtweisen zur Traumapädagogik
ab. Vor diesem Hintergrund entstand aus Perspektive des Fachverband Traumapädagogik e. V. die Notwendigkeit, in einer überarbeiteten und ergänzten Auflage
der Traumapädagogischen Standards den aktuellen Stand dieser Entwicklungen
zur Traumapädagogischen Haltung, als Kernelement der der Traumapädagogik,
als auch die traumapädagogischen Standards an sich, aktualisiert zu beschreiben.
»In der Beschreibung der Haltung wird in der neuen Auflage die Expert*innenschafft, als sechstes Element der Grundhaltung zugefügt. Außerdem wurde die
Perspektive, aus der diese Haltung eingenommen werden soll, im Sinne des
sicheren Ortes um die Perspektive der Leitung ergänzt.« (Bausum 2023, S.295)
Im Wesentlichen ist die Aktualisierung der traumapädagogischen Standards durch
die Arbeitsgruppe des Fachverbands erfolgt. Derzeit werden die Ergebnisse in den
Gremien des Fachverbands diskutiert und kommentiert. Im Anschluss an diese
Diskussionen und die Auswertung der Ergebnisse wird die zweite Auflage der
traumapädagischen Standards veröffentlicht.
Resümee und Ausblick
Der Fachverband Traumapädagogik e. V. steht für die fachliche Weiterentwicklung
und Neuorientierung der Heimerziehung, für eine ethische Diskussion und für
gerechte Arbeitsbedingungen in den Institutionen. Der intendierte Paradigmenwechsel in der Heimerziehung hin zu einer verstehend wertschätzenden und weg
von der regel- und verhaltensorientierten Pädagogik wird weiterhin vom Fachverband Traumapädagogik e. V. öffentlich vertreten. Für einen umfassenden pädago-