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Die Entwicklung der traumapädagogischen Standards
lerweile haben zahlreiche Wohngruppen in Deutschland das traumapädagogische Zertifikat erhalten. Die Traumapädagogischen Standards, die in der ersten Auflage für die stationäre Kinder- und Jugendhilfe entwickelt wurden, dienen auch als Impulsgeber und Orientierung für die Entwicklung traumapädagogischer Standards für andere pädagogische Arbeitsfelder der Jugendhilfe und Bildungseinrichtungen. So wird beispielsweise derzeit an traumapädagogischen Standards für das Pflegekinderwesen, den Bereich Frühe Hilfen und für die Schule gearbeitet. Die Summe der aktuellen Diskussionen zu den Traumapädagogischen Standards, und die Beschreibungen der Ergebnisse, sind ein notwendiger Bestandteil eines Professionalisierungsprozesses innerhalb der Traumapädagogik, die eine permanente Reflexion und Weiterentwicklung beansprucht.
Neue Entwicklungen in der stationären Jugendhilfe Wandel der Heimerziehung Im Selbstverständnis der pädagogischen Ausrichtung der Kinder- und Jugendhilfe sind die aktuellen pädagogischen Leitprinzipien der stationären Jugendhilfe vornehmlich: • die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen • die Teilhabe von Eltern • die Lebensweltorientierung • die Verwirklichung der Kinderrechte und des Kinderschutzes In den letzten Jahren hat sich die stationäre Jugendhilfe weiter spezialisiert und professionalisiert. Im 14. Kinder und Jugendbericht wird vor allem die Verstetigung pädagogischer Konzepte für die Kinder- und Jugendhilfe dokumentiert und die Reformbewegung in vorangegangenen 20 Jahren im Vergleich zu dem Reformtempo in den 1970er-Jahren als geringfügig bewertet (Deutscher Bundestag 2013). Die Aufarbeitung der pädagogischen Ansätze der Heimerziehung der 1950erund 1960er-Jahre, die von Willkür, Macht und Gewalt geprägt waren, hat die Diskussion um den verstärkten Kindesschutz und die Prävention von institutioneller Gewalt in der heutigen Heimerziehung stark forciert. Durch den Aufarbeitungsprozess mithilfe des »Runden Tisches der Heimerziehung der 1950er- und 1960er-Jahre« wurden zum einen die qualvollen Erlebnisse einzelner Kinder in den Heimen öffentlich und zum anderen wurden sowohl die strukturellen Bedin-