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Trauma und Gesellschaft
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Sequenz geschieht – ob sie Zuwendung und Anerkennung als Opfer bzw. Überlebende bekommen oder ob sie weiterhin schlecht behandelt und entwertet werden –
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ist für Erholung oder die Ausbildung von schweren Traumasymptomen und eine
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Chronifizierung der Leidenszustände bei den Opfern besonders wichtig, in gewisser Hinsicht sogar entscheidend (Keilson 2005).
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Trauma, Gesellschaft und Bewältigung
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Für die Verarbeitung traumatischer Erlebnisse ist es demnach von Bedeutung, wie
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sich das soziale Umfeld zum traumatischen Geschehen sowie dessen Ursachen
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und Folgen verhält und wie viel Unterstützung und Wertschätzung Überlebende
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erfahren (Birck 2001; Fischer 2023). Dass der Umgang mit den Opfern häufig
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nicht in einer gesundheitsfördernden oder wertschätzenden Art und Weise geschieht, lässt sich sowohl an historischen als auch an aktuellen Beispielen veranschaulichen.
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Gesellschaft und Trauma
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Komplexe Traumatisierungen entstehen in sozialen und gesellschaftlichen Strukturen, die den Missbrauch und die Ausbeutung von Abhängigen ermöglichen, und
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die bei der Entwicklung von Angeboten und Versorgungsstrukturen berücksichtigt werden müssen. Die Traumatisierung ehemaliger Heimkinder in Fürsorgeeinrichtungen der 1950er- bis frühen 1970er-Jahre etwa geschah in einem Umfeld,
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das noch stark von NS-Ideologie geprägt war – dies betraf auch das Personal (Gahleitner 2009). Eine »viktimisierende Kultur« (Briere 1996, S. 86) erschwert Traumatisierten Bemühungen zur Aufklärung und Verarbeitung ihrer Erlebnisse
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(Gahleitner 2005). Eine solche ›viktimisierende Kultur‹ fördert z. B. die Bagatellisierung und das Verschweigen von alltäglichem Sexismus oder körperlicher und
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sexualisierter Gewalt im sozialen Nahraum oder in Institutionen (FRA 2014; DJI
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2012) sowie Sprachfiguren der Opferbeschuldigung (Ottomeyer 2011). Auch
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Asylsuchende treffen als marginalisierte Gruppe mit wenig Handlungsmacht auf
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eine Exilgesellschaft, die sie diskriminiert (Brandmaier 2013). Sie weisen entsprechend in zahlreichen Studien hohe Prävalenzraten in Bezug auf psychische Störungen auf, wozu auch die Belastungen im Exil beitragen (Gleeson et al. 2020).
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Diese Belastungen haben einen erheblichen Einfluss darauf, ob psychische und
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psychosomatische Folgen extremer Gewalt sich chronifizieren (Kruse/Brandmaier/Hofmann 2013).
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Gesellschaftliche und juristische Vorstellungen von sexualisierter Gewalt und
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einem typischen Opferverhalten, die den realen Situationen und dem Erleben
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der Betroffenen nicht gerecht werden, fließen sogar ins Strafrecht ein (Grieger et
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