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Traumasensible Netzwerkarbeit
• familien- und umweltbezogene ecomap (vgl. Pantucek 2012, S. 220ff.)
• Ressourcenkarte (vgl. Freidrich 2013, S. 73ff.)
• Netzwerkbrett (Familienbrett, Mindmapping)
• das Koordinatenmodell psycho-sozialer Intervention nach Pauls/Hüttinger 2003
• Beziehungslandkarten II und III (Kissenbeck/Handwille 2008)
Schlussfolgerung
Traumapädagogisches Arbeiten und Netzwerken gehören verbunden zusammen.
Konstruktive, traumapädagogisch arbeitende Netzwerke entstehen nicht von allein oder durch Terminvereinbarungen, und Vernetzung lässt sich nicht erzwingen (Fischer/Kosellek 2013, S. 35). Sie benötigen (intensive) Pflege und eine Menge verbindender Energie. Netzwerkarbeit hängt ebenso von Personen wie von den
Umständen der Zusammenarbeit ab.
In Zeiten knapper Ressourcen, begrenzter Stundenkontingente und Zeiträume
für Unterstützungen sowie in zunehmend komplexer werdender Lebens- und Arbeitswelten ist dies oftmals eine (zu) große Herausforderung. Als Folge dieser Bedingungen wird an der Netzwerkarbeit gestrichen oder sie als nicht machbar eingeschätzt. Dadurch entzieht das System sich selbst noch mehr einer tragenden
Grundlage. Die Gegenbewegung dazu ist das traumapädagogisch orientierte Netzwerken und die Arbeit an Schnittstellen eine Herausforderung, die sich lohnt zu
meistern!
Traumapädagogisch orientierte Netzwerkarbeit ist eine gesellschaftspolitische
Antwort auf das erlebte Leid und die erfahrene Gewalt der (jungen) Menschen. Es
ist die Gegenbewegung zu Einsamkeit, die Traumatisierung mit sich bringt. Ihr
Auftrag ist es, auf den unterschiedlichen Ebenen zu verbinden und auf ihre Weise
als heilende Intervention zu wirken. Traumapädagogische Netzwerkarbeit macht
Sinn, weil:
• sie viel Belastung tragen und Belastung teilen kann;
• sie verbindet statt zu konkurrieren und zu spalten;
• sie Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und Familien mehr gerecht wird;
• sie einen korrigierenden und heilenden Umgang in die verschiedenen Netzwerkebenen trägt;
• sie Vorbildfunktionen sein kann für die Menschen, mit denen wir arbeiten;
• sie den Menschen ermöglicht, sich selbst zu verstehen, sich verstanden zu fühlen und sich in Gruppe zu verstehen;
• wir die Arbeit im Traumakontext nicht alleine leisten können!