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Die Pädagogik der Selbstbemächtigung – Eine traumapädagogische Methode
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Und auch die psychosozialen Fachkräfte werden sich gesellschaftlich positionieren müssen. Nur wenn sie selbst interessiert sind, werden sie die Mädchen und
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Jungen begleiten. Doch es geht auch um sie selbst: Pädagog*innen und psychosoziale Fachkräfte befinden sich in einem prekären Spannungsfeld zwischen professionellen Ansprüchen und gesellschaftlichen Gegebenheiten (s. Weiß: Die Pädagogik der Selbstbemächtigung. Eine Einführung i. d. B.).
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Selbstbemächtigung reloaded
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Selbstbemächtigung reloaded beinhaltet vor allem das gemeinsame Verstehen. Gemeinsames Verstehen entsteht während der Vermittlung des Fachwissens, in Gruppengesprächen. Ich weiß von Trauma-Talk-Runden von Mädchen*, Jungen* und
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Fachmenschen; und, und, und. Im pädagogischen Alltag können wir immer wieder Räume zum Verstehen zwischen Profis und Expert*innen und zum Verstehen
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der Gleichen schaffen.
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Gemeinsames Verstehen beinhaltet immer auch Schmerz. Wie achtsam gehen
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wir mit Schmerz um? Lassen wir Schmerz vergleichen oder betonen wir die Einzigartigkeit des Schmerzes? Im Alltag können wie auf einen sorgsamen Umgang
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mit Schmerz achten, nicht bagatellisieren, »Pflaster« griffbereit zu haben etc. Wie
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oft wird im pädagogischen Alltag Ausdruck von Schmerz übersehen oder übergangen? Eine Expertin berichtete, dass sie ihrer Pädagogin nichts von ihrem
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Schmerz erzählen kann, weil sie spürt, dass diese das nicht verkraftet. Was bedeutet z. B. im Kontext von selbstverletzendem Verhalten die Haltung »Narben dürfen
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nicht gezeigt werden, dass steckt an«? Narben, die eigentlich auf alten Schmerz
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hinweisen, dürfen nicht gezeigt werden? Wir brauchen Übung im Umgang mit
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Schmerz, mit eigenem Schmerz und mit dem Schmerz der anderen. Dann können
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wir Kinder und Jugendliche dabei unterstützen, über Schmerz zu reden, z. B, in
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Kuscheltiersprechstunden, in denen Kinder und Jugendliche über Schmerzen reden können, ohne von sich zu reden.
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Das gilt auch für einen achtsamen Umgang und ein aktives Ansprechen von
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Scham. Beide Gefühle sind zumindest in der Kinder- und Jugendhilfe eher tabuisiert. Scham ist ein Gefühl, dass die Kinder und Jugendlichen sehr wohl kennen,
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dass sie oft berührt. So oft, wie sie damit konfrontiert werden, so wenig wird es von
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Fachmenschen thematisiert. Doch wir brauchen einen Umgang damit, müssen
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erstmal lernen, über Schmerz und Scham mit unseren Kolleg*innen und den Kindern und Jugendlichen zu reden. Dann werden sich sicher auch Methoden zur
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Bearbeitung herausbilden. In einem Kinderworkshop zum inneren Team ist der
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»Schämige« aufgetaucht und hat zu einer spannenden Diskussion über gute, unnötige und behindernde Scham geführt.
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