31 lines
1.7 KiB
Markdown
31 lines
1.7 KiB
Markdown
Literatur
|
||
|
||
Die Pädagogik der Selbstbemächtigung –
|
||
Eine traumapädagogische Methode
|
||
Wilma Weiß
|
||
|
||
»Man kann einen Menschen nichts lehren,
|
||
man kann ihm nur helfen,
|
||
es in sich selbst zu entdecken.«
|
||
(Galileo Galilei)
|
||
|
||
Das traumapädagogische Konzept der Selbstbemächtigung wird seit ca. 20 Jahren
|
||
angewandt (Weiß 2003/2024). Diese Methode ermöglicht vor allem Verstehensprozesse. Eingebunden in einen Dreiklang des Verstehens – 1) verstanden werden,
|
||
2) Selbstverstehen und 3) gemeinsam verstehen – können negativ belastete Selbstbilder korrigiert werden (Abb. 1). Es entsteht Energie für die vielfältigen Möglichkeiten der Selbstregulation und Selbstakzeptanz. Zentral für Selbstbemächtigung
|
||
ist die Entwicklung einer selbststärkenden Geschlechtsrolle, gerade weil die Vielfalt von Geschlechtlichkeit viele Fragen für die jungen Menschen aufwirft.
|
||
Die Pädagogik der Selbstbemächtigung – ein Kernstück der Traumaarbeit
|
||
– Die Förderung des (kognitiven) Selbst-Verstehens
|
||
– Die Unterstützung der Selbstakzeptanz
|
||
– Die Förderung der Selbstregulation
|
||
– Die Förderung von Körperwahrnehmung
|
||
– Die Entwicklung einer guten Geschlechtsrolle
|
||
– Die Begleitung zu sozialen Teilhabemöglichkeiten
|
||
Abb. 1: Die Pädagogik der Selbstbemächtigung (Weiß 2024, S. 138)
|
||
|
||
Die Begleitung der Verstehensprozesse der Mädchen* und Jungen* ist – wie es sich
|
||
immer wieder herausstellt – nicht schwer (Metzenauer/Weiß i. d. B.). Das Selbstverstehen ist ein erster Schritt. Bis zur Selbstakzeptanz ist es noch ein weiter Weg, wie
|
||
ich von den Expert*innen lernen musste (Errafay et al. i. d. B.). Einfacher ist das
|
||
Einüben der Selbstregulation. Oft vergessen wird die Bedeutung der Geschlechts-
|
||
|
||
371
|