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Traumapädagogische Ansätze in der stationären Kinder- und Jugendhilfe
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ligen Entwicklungsstand entsprechende Partizipation der jungen Menschen an
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ihrer Alltagsgestaltung und Hilfeplanung stellt demnach ein weiteres wichtiges
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Grundprinzip der traumapädagogischen Haltung dar. Selbstwirksamkeit wird
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durch die Förderung von Selbstverantwortung und eine Partizipation bei allen
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Entscheidungen gefördert (z. B. Regeln aushandeln). Probleme im Alltag werden
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besprochen und gemeinsam daraufhin untersucht, was jede*r Einzelne zur Lösung
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beitragen kann. Partizipation unterstützt dementsprechend die Kinder und Jugendlichen in der Überwindung ihrer tief verwurzelten Selbstunwirksamkeitserwartung und (4b) fördert den Aufbau von positiven Schemata und sozialen Fertigkeiten (Schmid 2013).
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Vereinfacht dargestellt, bieten auch Dissoziationen (Weiß et al. 2014), eine häufige Folge komplexer Traumata, Schutz vor Gefahren. Da jegliche Außenwahrnehmung eingestellt wird, um sich vor Schmerzen und unangenehmen Emotionen zu
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schützen, führen unwillkürliche Dissoziationen jedoch in der Folge zu vielfältigen
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Problemen. Der Mechanismus schwächt zahlreiche Empfindungen sich selbst und
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anderen gegenüber. Damit es zu einer (5) Verbesserung der Selbst-, Fremd- und
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Körperwahrnehmung und damit zu einer Reduktion der Dissoziationsneigung
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kommt, kann mit Achtsamkeitsübungen im Alltag (z. B. gemeinsames Kochen,
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Körperhygiene, Wahrnehmungsspiele) und erlebnispädagogischen Aktivitäten
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(z. B. Barfußpfade, Sport, Wellness) gearbeitet werden (Schmid 2013; Weiß 2009).
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Bindungstheoretisch betrachtet ist auch die (6) Förderung von dynamischen, systemischen und intrapersonellen Resilienzfaktoren von Bedeutung, da sich im Speziellen durch das Mittel der Bezugsbetreuung die Möglichkeit bietet, alternative positive Bindungen aufzubauen. Kinder und Jugendliche mit traumatisierenden
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Erfahrungen verfügen oft über einen chaotisch-desorganisierten Bindungsstil
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oder eine ausgeprägte Bindungsstörung und konnten im Laufe ihres Lebens aufgrund ihrer Situation keine stabilen Bindungsverhältnisse aufbauen. Die Nichtverfügbarkeit stabiler Bindungspersonen verursacht bei Kindern psychische Fragmentierung und Desintegration und erhöht laut Bowlby (2006) nicht nur das
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Traumarisiko, sondern stellt selbst auch ein Traumarisiko über den ganzen Lebensverlauf hinweg dar.
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Wenn Kinder und Jugendliche – und für sie ist es häufig das erste Mal in ihrem
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Leben – beginnen, sich langsam in ihrem Umfeld sicher zu fühlen, kommt es oftmals zu einer Reinszenierung der traumatischen Erfahrung mit ihrer aktuellen
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Bindungsperson. Dieser Zustand wird von betreuenden psychosozialen Fachkräften oft vorerst als Verschlechterung erlebt. Dieses Verhalten bietet den Kindern
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und Jugendlichen jedoch auch die Chance, Bindungen positiv zu besetzen und
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sich in ihrem Leid angenommen zu fühlen. Dafür ist es jedoch notwendig, dass die
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psychosozialen Fachkräfte aufmerksam mit diesen Übertragungs- und Gegenübertragungsprozessen umgehen und über spezifisches Wissen und Fertigkeiten
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verfügen (Kessler in diesem Band). Resilienzfördernde Maßnahmen, wie eben das
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