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Traumapädagogische Ansätze in der stationären Kinder- und Jugendhilfe
schiedenen Organisationsebenen, interdisziplinäre Zusammenarbeit, ein transparenter und vertrauensvoller Informations- und Kommunikationsfluss sowie Partizipation in Bezug auf Verantwortung und Entscheidungsführung heraus (Schirmer/Bausum in diesem Band). Nicht nur die Arbeit mit den Kindern, auch der Umgang miteinander muss Wertschätzung und Bindungssensibilität ausstrahlen. Diese Aspekte wirken sich zudem positiv auf die Mitarbeiter*innenbindung aus.
Traumapädagogische Interventionen Auf Basis dieser Überlegungen besteht die grundlegende Zielsetzung traumapä dagogischer Interventionen in der Schaffung eines »sicheren Orts« (Kühn 2009; Lang 2009), an dem die Möglichkeit besteht, »korrigierende emotionale Erfahrungen« (Cremerius 1979; Alexander/French 1946) zu sammeln, um durch diese gewonnenen Alternativerfahrungen hindurch neue Fertigkeiten und Fähigkeiten erlernen zu können – für die Kinder und Jugendlichen wie für die Mitarbeiter*innen selbst. Abbildung 1 visualisiert die Ansatzpunkte für traumapädagogische Interventionen, die dabei in stationären Settings besondere Berücksichtigung finden sollten.
Vermittlung eines sicheren Ortes zur Vermeidung von Retraumatisierungen und zur Stabilisierung der Jugendlichen
Förderung von dynamischen Resilienzfaktoren
Angebot von hoffnungsvollen Bindungen
Ansatzpunkte für traumapädagogische Interventionen Verbesserung der Selbst-, Fremd- und Körperwahrnehmung und damit Reduktion der Dissoziationsneigung
Verbesserung der Emotionsregulation
Überwindung der Selbstunwirksamkeitserwartung durch Partizipation und Aufbau von sozialen Fertigkeiten und sozialen Schemata
Abb. 1: Ansatzpunkte für traumapädagogische Interventionen (vgl. Schmid 2008)