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Die Kindertagesstätte heute
Da hilft nur Geduld und Spucke Traumapädagogik in Kindertageseinrichtungen Eva Picard
In den letzten knapp 40 Jahren wurden in Kindertageseinrichtungen schon immer viele Kinder betreut, die von Traumatisierung betroffen sind. Intuitiv, unterstützt durch das Wissen vieler Fortbildungen und inspiriert von der emanzipatorischen Kindergartenpädagogik der 1970er-Jahre (Rohnke 2002) und der psychoanalytischen Pädagogik (Wolffheim 1975), versuchten wir dies umzusetzen und in die Kindertageseinrichtungen zu bringen, was wir heute Traumapädagogik nennen. Traumatische Erfahrungen beschränken sich nicht auf sexualisierte, körperliche und psychische Gewalt. Immer mehr Kinder sind von Armut betroffen. Manche wurden mit Behinderungen geboren, manche haben FAS (Fetales Alkoholsyndrom). Eltern, Großeltern oder Geschwister werden krank, manche haben Unfälle. Enge Bindungspersonen sterben. Immer öfter kommen Kinder direkt aus Kriegsgebieten. Konzeptionell befindet sich die Traumapädagogik in Kindertagesstätten am Anfang. Viele Ansätze praktischer Arbeit beinhalten traumapädagogische Elemente, ohne sie so zu benennen. In diesem Artikel wird praktische traumapädagogische Arbeit auch auf der Basis eigener Erfahrung unter Zuhilfenahme theoretischer Erkenntnisse dargestellt. Natürlich gehört auch der Schutz der Kinder vor weiteren Traumatisierungen, die Intervention, zur Traumapädagogik, auf deren Darstellung jedoch aufgrund der gebotenen Kürze verzichtet werden muss.
Die Kindertagesstätte heute Kindertagesstätten sind Einrichtungen für Kinder von null bis sieben Jahren oder auch – mit einer Horteinrichtung – während der Grundschulzeit. In den letzten Jahren ist die Bedeutung der Kindertagesstätten als Sozialisationsinstanz größer geworden, wir merken dies nicht nur an den durch die Eltern an uns herangetragenen Anforderungen. »Die Kindertagesstätte ist inzwischen zu einem Ort der Gleichaltrigenkultur geworden, in der Kinder Grunderfahrungen im Umgang mit anderen außerhalb der Familien machen und entsprechend prosoziale Werte und Regeln erlernen« (Böhnisch/Lenz/Schröer 2009, S. 181). Die in
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