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Traumapädagogische unterstützende Milieus für queere Minderjährige gestalten
fühlt sich das an?«, können meist nicht beantwortet werden, weil sich alle Gedanken darum als sehr belastend entwickelt haben und es unmöglich erscheint,
die Komplexität der Emotionen in einer heteronormativ geprägten Sprache zu
beschreiben. So wird insbesondere dieses »Wie fühlt sich das an?« als kaum
erträglich und wenig respektvoll empfunden. Die Frage ist verknüpft mit als
übergriffig empfundenen Situationen, insbesondere in Kontexten, wo das
Trans*sein immer wieder als Phase oder als nichtzutreffend abgetan wurde.
Folglich kann genau diese Frage eine Reviktimisierung befördern. Eine kleine
Aufstellung, nach der sich die Jugendlichen geschlechtlich als (trans-)weiblich-(trans-)männlich, nicht-binär oder kein Geschlecht verorten können,
kann, ohne aufdringlich oder zweifelnd interpretiert zu werden, erste Aufschlüsse darüber geben, welche Identität sich für die Person als passend erwiesen hat und bietet sich methodisch an. Für Eltern/Sorgeberechtigte eignet sich
die Übung, um darauf aufmerksam zu machen, dass wir alle uns in geschlechtlichen Spektren bewegen. Sicherlich gibt es aber auch im Repertoire der Praktiker*innen weitere Methoden, um die Sprachlosigkeit von Klient*innen zu
durchbrechen.
2. Die genutzte Sprache bietet ein grundlegendes Instrument, einen wertschätzenden Raum zu bilden. Mit communitybasierter Sprache kann ein unausgesprochenes Zeichen des respektvollen Miteinanders gesetzt werden, dass von
den Betroffenen als Achtsamkeitsmerkmal verstanden wird. Genderachtsame
Sprache wird dann gleichgesetzt mit anerkennendem Umgang und einer sicheren Umgebung. Aber Achtung: Wer communitybasierte Sprache oder kleine
Signale wie z. B. die Regenbogen+-Trans*-Inter*-Progressflagge auf Flyern
oder Webseiten nutzt, sollte dann auch das Versprechen eines sicheren queersensiblen Settings einhalten können!
3. TNA* Kinder und Jugendliche erleben regelhaft Kontrollverluste durch unaufhaltsame, in die falsche Richtung verlaufende, pubertäre körperliche Veränderungen. Das Gefühl von Selbstwirksamkeit geht verloren und lässt sich in vielen Fällen nicht durch psychotherapeutische Begleitung wiederherstellen. Die
betroffenen TNA* Kinder und Jugendliche äußern dann nicht selten das drängende Bedürfnis nach angleichenden Maßnahmen wie der Hormonblockade
oder nach angleichender hormoneller Unterstützung. Dies kann für Eltern äußerst besorgniserregend sein. Hier gilt es, auf beiden Seiten Verständnis herzustellen und Erwachsene und Kinder und Jugendliche aufzuklären, welche Wege
es erfordert, um diese Maßnahmen in Anspruch nehmen zu können (therapeutische Begleitung unbedingt erforderlich!). Transparenz über die Langfristigkeit des Transitionsprozesses, Gesprächsangebote zu den Ängsten, die Folgen medizinischer Maßnahmen oder auch das Weglassen von medizinischen
Maßnahmen betreffend, Hilfe bei der Priorisierung von Bedarfen, Ermutigung,
sich in der für sich richtigen Identität auszuprobieren, eine klare Positionie-
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