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Reflektiert die gegenwärtige Traumapädagogik die Strukturkategorie Gender?
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jeweilige Situation der Kinder und Jugendlichen angeboten, dialogisch durchdacht
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und umgesetzt werden.
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Die Bearbeitung von starren Geschlechtsrollen stellt auch einen wichtigen psychoedukativen Bestandteil der Behandlung komplexer Traumata dar. Daneben
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kann eine lebenswelt-, subjekt- und situationsnahe Diagnostik die Bedeutung genderspezifischer Aspekte einfangen und die für das Gegenüber konsequent transparente und dialogische Haltung dafür bereitstellen. Neben der kategorialen Klärung
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der Symptomatik der Traumafolgestörung im engeren Sinne sollte zusätzlich
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Raum für biografische Selbstbeschreibungen und Selbstdeutungen sowie sozialund lebensweltorientierte Abklärungen bleiben (Gahleitner 2011; Gahleitner et al.
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2009; Heiner 2010; Pauls 2011).
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Die Strukturkategorie Gender überschneidet sich außerdem mit anderen Differenzkategorien – wir arbeiten nicht nur mit Kindern und Jugendlichen, die eine
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jeweils unterschiedlich aufgefasste geschlechtliche Identität leben, sondern z. B.
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Migrations- und Fluchthintergründe haben, unterschiedliche sexuelle Identitäten
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ausbilden, aus ungleichen sozialen Bezügen stammen und mit verschiedenen Fähigkeiten ausgestattet sind. Ein Blick von Fachkräften auf die Ungleichheiten der
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Lebensbedingungen kann helfen, die diesbezüglichen Probleme der Kinder und
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Jugendlichen sinnvoll zu interpretieren und deren Handlungsspielräume dialogisch zu erweitern (Bilden 2008). Dafür ist von Seiten der Fachkräfte viel Wissen
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um und Sensibilität für Differenzen notwendig sowie ein Infragestellen von eigenen Positionen und Selbstverständlichkeiten.
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Literatur
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Bilden, H. (2001): Die Grenzen von Geschlecht überschreiten. In: Fritzsche, B./Hartmann, J./
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Schmidt, A./Tervooren, A. (Hrsg.): Dekonstruktive Pädagogik. Erziehungswissenschaftliche Debatten unter poststrukturalistischen Perspektiven. Opladen: Leske + Budrich, S. 137–147.
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Bilden, H. (2008): Gender- und differenzsensitive Psychotherapie. Zwischen Differenz und Dekonstruktion. In: Verhaltenstherapie & Psychosoziale Praxis 40, H. 1, S. 177–183.
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Blain, L. M./Galovski, T. E./Robinson, T. (2010): Gender differences in recovery from posttraumatic
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stress disorder. A critical review. In: Aggression and Violent Behavior 15, H. 6, S. 463–474.
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Böhnisch, L./Lenz, K./Schröer, W. (2009): Sozialisation und Bewältigung. Eine Einführung in die
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Sozialisationstheorie der zweiten Moderne. Weinheim und München: Juventa.
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Bruhns, K. (Hrsg.) (2004): Geschlechterforschung in der Kinder- und Jugendhilfe. Praxisstand und
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Forschungsperspektiven. Wiesbaden: VS.
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BT-Drs. 10/1007 (Deutscher Bundestag. Drucksache vom 15.02.1984) (1984): Verbesserung der
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Chancengleichheit von Mädchen in der Bundesrepublik Deutschland – Sechster Jugendbericht.
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Bonn: Deutscher Bundestag. http://www.bmfsfj.de/doku/Publikationen/kjb/data/download/6_
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Jugendbericht_gesamt.pdf (Abruf 28.7.2015).
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Butler, J. (1991): Das Unbehagen der Geschlechter. Frankfurt am Main: Suhrkamp.
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Castro Varela, M. d. M. (2004): Die Frage der Gerechtigkeit in der Jugendarbeit. Gender Main
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streaming – Chancen und Grenzen. In: Informations- und Dokumentationszentrum für Anti-
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