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Traumaspezifische Bedeutung von Partizipation
wie der Vertrauensentwicklung spielt Partizipation eine große Rolle. So widmet beispielsweise die Bundesarbeitsgemeinschaft Traumapädagogik (2011) in ihren 2011 postulierten Standards folgenden Passus der Partizipation: »Die Teilhabe an der Gestaltung der eigenen Lebensbedingungen zählt zu den wichtigen Einflussfaktoren, die zu seelischer Gesundheit führen. Kinder und Jugendliche bilden eine positive Motivation vor allem dann aus, wenn sie Erfahrungen auf folgenden drei Ebenen machen: Erleben von Autonomie – Ich kann etwas entscheiden. Erleben von Kompetenz – Ich kann etwas bewirken. Erleben von Zugehörigkeit – Ich gehöre dazu und werde wertgeschätzt. In ihrem alten Lebensumfeld von Gewalt, Vernachlässigung und/oder Missbrauch haben traumatisierte Kinder und Jugendliche eine extreme, existentielle Form des Kontrollverlustes erfahren. Sie leben in der Erwartung, keinen Einfluss auf sich oder ihr Umfeld zu haben. Ihre Selbstwirksamkeitserwartung ist stark herabgesetzt, teilweise kaum vorhanden. Gerade für diese Mädchen und Jungen ist es unerlässlich, Strukturen und Ansätze zu schaffen, die dem jeweiligen Entwicklungsstand entsprechend, die höchst mögliche Teilhabe gewährleistet: ›Ich will wissen, was Du Dir wünschst.‹ ›Du bist der/die Spezialist/in für Dich.‹ ›Wir werden gemeinsam eine Lösung finden.‹.« (BAG Traumapädagogik 2011).
Dabei sollte beachtet werden, dass sich Partizipation in einzelne Stufen aufgliedern lässt. Nachfolgend beispielsweise die Stufen des Modells nach Kühn (2013): »Stufe 0 – Nicht-Information, Manipulation: Für ein traumatisiertes Kind besteht auf dieser Stufe ein erhöhter Gefährdungsfaktor, alte Erfahrungen im neuen Umfeld machen zu müssen. Dem Kind sind Prozesse und Maßnahmen nicht transparent, es erlebt sich den Entscheidungen der BetreuerInnen und Fallverantwortlichen ausgeliefert (»Wir werden das im Team besprechen!«) Stufe 1 – Information (Mindestanforderung!): Das Kind wird umgehend über alle Dinge, die es betreffen – neue Entwicklungen und Planungen, usw. – informiert. Das Kind erhält dadurch die Möglichkeit, Prozesse einschätzen zu lernen, d. h. eigene Ängste und Befürchtungen an reale Vorgänge und Erkenntnisse zu koppeln, die damit begreifbarer werden. Stufe 2 – Mitsprache: Das Kind wird selbstverständlich nach seiner Sichtweise und Meinung gefragt, die Weichen stellen jedoch die Betreuungspersonen.
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