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Konzeptionelle Rahmung
tenpädagogik und psychoanalytischer Pädagogik ein, z. B. durch die Annahme des
gewichtigen (guten) Grundes. Einfluss haben zudem Inhalte der humanistischen
Pädagogik, der Reformpädagogik und der emanzipatorischen Pädagogik. Traumapädagogik versteht sich bedingt durch die hohen inhaltlichen Anforderungen
als Bindungs- und Beziehungsprofession und nimmt die biospsychosoziale Perspektive Sozialer Arbeit ein (vgl. Gahleitner 2017).
Konzeptionelle Rahmung
Basierend auf seinem Erfahrungshintergrund benannte Kühn 2006 zunächst fünf
Handlungsbereiche, die innerhalb einer Pädagogik des sicheren Ortes in den
Blick genommen werden sollten: 1) Aufnahmeprozess, 2) Diagnostik, 3) Arbeit im
pädagogischen Feld (mit den Unterpunkten Dialog und Partizipation), 4) Schutz
der Mitarbeiter*innen sowie den Baustein 5) Einrichtungsprofil. 2009 veröffentlichte Kühn (2009/2023b) in seinem Artikel Macht eure Welt endlich wieder zu
meiner!, ein komprimiertes Modell mit drei Handlungsebenen, die eine »Pädagogik des sicheren Ortes« involvieren (S. 34), die »pädagogische Triade« (Kühn 2011,
S. 154).
Jede dieser Handlungsebenen bedarf der vertieften Sicht und Beschäftigung, da
sich dahinter eine Fülle von Überlegungen, Forschungsergebnissen, Konzepten
sowie praktischen und methodischen Handlungsansätze verbergen. Sie speisen
sich sowohl aus den mannigfaltigen Wissensbeständen der Sozialarbeit und Sozialpädagogik als auch aus Erkenntnissen diverser Bezugsdisziplinen und -theorien,
wie z. B. der Psychotraumatologie, Heilpädagogik und Bindungstheorie. Wichtig
ist, dass alle Bausteine des Konzepts eng miteinander verwoben sind und nur gemeinsam ihre volle Wirkkraft entfalten können (vgl. u. a. Krautkrämer et al. 2014;
Gahleitner et al. 2015).
2011 erweiterte Kühn sein Modell um den »geschützten Dialog« im Umfeld
(S. 154). Dazu zählt die enge, traumasensible Zusammenarbeit innerhalb relevanter Netzwerkpartner (siehe Abb. 1) wie Schule, Kinder- und Jugendpsychiatrie
(KJP), Elternarbeit, Jugendamt oder möglichen Arbeitgeber*innen. Die professionellen Bezugspersonen vermitteln ihr traumabezogenes Wissen, nach Möglichkeit
gemeinsam mit dem jeweiligen Kind, dem*der Jugendlichen oder Erwachsenen,
um konflikthaften Situationen oder Überforderungen entgegenzuwirken. Hier
können z. B. auslösende Triggerreize oder störende und evtl. angstmachende Umgebungsfaktoren angesprochen werden, um darüber gemeinsam Abhilfe schaffende Lösungsansätze zu kreieren. Insbesondere wenn es sich im Umfeld um Personen handelt, die vermutlich nicht über spezifisches Traumawissen verfügen, ist der
»geschützte Dialog« ein probates Mittel, individuell leistbare Handlungsrahmen
für die Kinder, Jugendlichen oder Erwachsenen zu erarbeiten (ebd., S. 155).
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