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Das pädagogische Milieu
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schehen und der Nachnährung die entscheidende Wirkung zuschreibt. Unter ›Umwelt‹ wird im Zusammenhang milieutherapeutischer Überlegungen auch das Ambiente von Gebäuden, Räumen und Ausstattungen gefasst, das einen schützenden
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und Halt gebenden Rahmen etablieren sollte. Redl (1971) forderte zudem bereits
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früh, dass die Maßnahmen spezifisch auf die jeweiligen Kinder zugeschnitten sein
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und unter ihrer Beteiligung, also partizipativ, erfolgen müssten. Auch Bettelheims
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(1974/1990) kritische Ausführungen zum Behandlungssystem seiner Zeit zeigen
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große Distanz zur Expertokratie. Das ›therapeutische Milieu‹ lässt sich somit als ein
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zusammenfassender Begriff für sämtliche Aspekte eines pädagogisch-therapeu
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tischen Gesamtsystems verstehen (Becker 2005), einer »demokratischen, repressionsarmen Lebensgemeinschaft […], die ihre Stabilität wesentlich durch die therapeutisch reflektierten personalen Bindungen« (Müller 1999, S. 406) erhält.
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Aktuell wird – allerdings nur noch selten – vor allem im Rahmen professioneller Beziehungskonzepte an Konzeptionen des klassischen therapeutischen Milieus
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angeknüpft (insbesondere Colla 1999): Die Jugendlichen, so Colla, »konnten erleben, daß sie an Beziehungen nicht ausgeliefert waren, sondern daß sie [die Beziehungen] von ihnen [den Jugendlichen] mitgestaltet wurden. Die sinnliche Erfahrung des solidarischen ›zusammen machens‹ gab einen Beziehungssinn« (Colla
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1999, S. 342; Erg. v. Verf.).
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»Vor dem Hintergrund oft unzureichender milieu- und familienspezifischer Sozialisationsbedingungen hatten sie auf die Begegnung mit verständnisvollen
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signifikanten Anderen verzichten müssen, waren angewiesen auf ein nicht familial gegebenes, sondern auf ein berufsmäßig hergestelltes ›Arbeitsbündnis‹
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auf Zeit mit professionellen Erwachsenen, die ihnen in alternativen Milieus
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Handlungsinhalte, Handlungserfahrungen und eine verantwortbare Kontrolle
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ihrer Handlungen ermöglichten. […] Die selbst initiierte Begegnung mit einem
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Erwachsenen […] eröffnet im pädagogischen Umgang auch die Chance zur Synchronisation und Neuerschließung sozialer Bereiche in Raum und Zeit, stellt
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einen Beitrag zur handelnden Vernetzung und zeitlichen Nutzung von gesellschaftlichem Raum dar.« (Colla 1999, S. 344)
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Zu diesem Ansatz siehe auch Böhnisch (1996) und Uhle (1997). Erneut wird deutlich: Greift man aktuelle Ausführungen zum therapeutischen Milieu auf, befindet
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man sich realiter im pädagogischen Bereich.
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Das pädagogische Milieu
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Auch wenn man an historische Schriften von Pestalozzi (1801/2006), Salomon
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(1926/2002) oder Richmond (1917; 1922) anknüpft, begann die Geschichte sozial-
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