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Reformerische und emanzipatorische Pädagogik
schen, die die stationäre Jugendhilfe verlassen (www2.careleaver.de). Das Selbstverständnis der Traumapädagogik muss die Vorstellung integrieren, dass individuelle,
kollektive Traumata und transgenerational weitergetragene Täter*innen-­OpferStrukturen durch die Grundsätze der Subjektorientierung, die auch schon in der
emanzipatorischen Pädagogik angelegt sind, wenn nicht korrigiert, so doch gemildert werden können. Sie stellt den Kindern und Jugendlichen wichtiges Wissen
über traumatische Prozesse, individuelle und kollektive Wirkweisen bereit und
unterstützt somit pädagogische Prozesse der Subjektwerdung.
Traumapädagogik in der Tradition reformerischer und emanzipatorischer Pä­
da­gogik beinhaltet die engagierte Wahrung der Rechte von Mädchen und Jungen
und begreift sich deshalb auch immer als parteiliche Vertretung lebensgeschichtlich belasteter Kinder und Jugendlichen, die politisch bewegen möchte. Dieser politisch-partizipative Gedanke fordert die Pädagog*innen auf, gesellschaftliche Verhältnisse zu reflektieren und sich in dem dialektischen Verhältnis von Anpassung
und Widerstand zu bewegen.
Literatur
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Adorno, T. W. (1966): Erziehung nach Ausschwitz. In: Adorno, T. W.: Erziehung zur Mündigkeit.
Vor- träge und Gespräch mit Hellmut Becker (19591969). Frankfurt am Main: Suhrkamp,
S. 88104.
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Vorträge zur ersten Einführung. Bern: Huber.
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(19681983). Frankfurt am Main: IGFH-Eigenverlag.
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Klett.
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W. (2012): Die Reformpädagogik. Montessori, Waldorf und andere Lehren. München: C. H. Beck.
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Weinheim und Basel: Beltz.
Gramsci, A. (2004): Erziehung und Bildung. Gramsci-Reader. Hamburg: Argument.
Giesecke, H. (1997): Die pädagogische Beziehung. Pädagogische Professionalität und die Emanzipation des Kindes. Weinheim und München: Juventa.
Fischer, G./Riedesser, P. (2009): Lehrbuch der Psychotraumatologie. 4. Auflage. München und Basel:
Ernst Reinhardt.
Freire, P. (2002): Pädagogik der Unterdrückten. Bildung als Praxis der Freiheit. Reinbek b. Hamburg:
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Feuser, G./Jantzen, W. (Hrsg.) (1984): Zum 50. Todestag von L. S. Wygotsky. Bad IV des Jahrbuchs
für Psychopathologie und Psychotherapie. Köln: Pahl Rugenstein.
Habermas, J. (1985): Die neue Unübersichtlichkeit. Frankfurt am Main: Suhrkamp.
Herrmann, U./Schlüter, St. (Hrsg.) (2012): Reformpädagogik eine kritisch konstruktive Vergegenwärtigung. Bad Heilbrunn: Julius Klinkhardt.