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Fathering After Violence
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greifbar werden: Alltäglich erfahrene Väterlichkeit kann sowohl Töchtern als
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auch Söhnen eine Männlichkeit vermitteln, die sich nicht auf herkömmliche
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Männlichkeitsstereotypen beschränkt. Insbesondere kann sie den bei Jungen
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vorhandenen Abgrenzungstendenzen gegenüber allem, was als weiblich konnotiert ist, vielfältige Männlichkeiten entgegensetzen, die rigide Rollenerwartungen überwinden. Dies spielt für die Prävention gegen Männergewalt eine
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zentrale Rolle (vgl. Meuser 2002).
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Vor dem Hintergrund der Altersstruktur der Teilnehmer an den Kursen
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kommt es nicht selten vor, dass deren Partnerinnen schwanger sind, Schwangerschaftskonflikte haben oder Mütter werden. Die Verantwortungsübernahme bei Schwangerschaften, Schwangerschaftskonflikten und beim Vater-Werden sind sehr wichtige Themen für die Kurse, insbesondere um der häufig
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übersehenen Gewalt gegen Frauen während der Schwangerschaft vorzubeugen (vgl. Campbell et al. 2004). Für die Entwicklung einer engagierten
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Väterlichkeit ist außerdem von Bedeutung, dass Väter frühzeitig eine nahe
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Beziehung zum Kind aufnehmen. Die partnerschaftliche Arbeitsteilung der
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Erziehungs- und Hausarbeit sollte thematisiert werden, um das alltägliche
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väterliche Engagement zu stärken. Gleichberechtigtes Verhalten in der Erziehung der Kinder kann sich positiv auf die Entwicklung von gewaltfreier
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Männlichkeit auswirken. Söhne entwickeln durch das Erleben engagierter
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Vaterschaft weniger das Bedürfnis nach kompensatorischer Hypermaskulinität (vgl. Lisak 1991).
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Kulturelle Diversität
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Jede fünfte Ehe in Deutschland ist binational, jedes vierte Neugeborene hat
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mindestens einen ausländischen Elternteil. In einigen Ballungsgebieten stammen 40% der Jugendlichen aus Familien mit Migrationshintergrund (Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration 2005).
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Die vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in
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Auftrag gegebene repräsentative Untersuchung zur Gewalt gegen Frauen
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brachte das Ergebnis, dass bei Gewalt in Paarbeziehungen türkische Frauen
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überdurchschnittlich betroffen sind (Schröttle/Müller et al. 2004).
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Die zunehmende psychosoziale Arbeit mit MigrantInnen erfordert interkulturelle Kompetenz. Interventionen gegen häusliche Gewalt müssen die
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Werte in deren Communities berücksichtigen, sonst lehnen die Betroffenen
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die Maßnahmen als Teil der dominanten Kultur ab. Wenn Täterprogramme
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den kulturellen Kontext und die spezifischen Probleme von Migranten übergehen, können sie keine nachhaltigen Veränderungen bewirken (Gondolf
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2004). Auf Themen wie Staatsbürgerschaft bzw. Aufenthaltsstatus der beiden
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PartnerInnen, Probleme binationaler Ehen, Zwangsheirat und Drohung mit
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transnationalen Kindesentführungen muss die Praxis der Täterarbeit eingehen.
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