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Unterstützung für Mädchen und Jungen bei häuslicher Gewalt
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Empfehlungen
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Gruppenarbeit mit Mädchen und Jungen im Frauenhaus bietet die Chance,
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ihnen in dieser Phase Hilfe in einer Gemeinschaft zu ermöglichen. Die Kinder
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erleben, dass sie im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen und sie mit ihren
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Bedürfnissen ernst genommen werden. Diese Chance ist nicht hoch genug
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einzuschätzen.
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Um die pädagogische Gruppenarbeit zu fördern, sind nach unserer Erfahrung folgende Voraussetzungen nötig: In der Konzeption und der Leistungsbeschreibung des Frauenhauses ist der Kinderbereich fachlich verankert. Die
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Schnittstellen zur Beratung der Frauen und Mütter sind durch gemeinsame
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Teamsitzungen, Intervision und Einzelfallbesprechungen geregelt. Kindgerecht ausgestattete Räume stehen zur Verfügung.
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Die Mitarbeiterinnen müssen für die spezielle Anforderung der Arbeit mit
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Kindern im Frauenhaus geschult sein. Nur durch einschlägige Fortbildungen
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und Fachwissen ist es möglich, die Praxisphänomene fachlich einzuordnen und
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die Kinder angemessen zu fördern. Die Grenzen der Hilfen für die Kinder bei
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gleichzeitig hohem Bedarf müssen ernst genommen werden. Mit der Entscheidung der Mutter für den Auszug sind unsere Hilfen in der Regel beendet.
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Berücksichtigt werden muss, dass Einzelförderung und –unterstützung
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für Mädchen und Jungen zusätzlich zu Gruppenarbeit notwendig sind. Damit
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wird einer Überforderung des Kindes entgegengewirkt. Unsere Praxis zeigte
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zudem, dass manche Kinder zeitweise nicht gruppenfähig sind. Bestimmte
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Problemstellungen überfrachten die pädagogische Gruppenarbeit und das
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einzelne Kind kann nicht angemessen unterstützt werden. Der individuellen
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Bedarfslage muss durch Einzelförderung Rechnung getragen werden.
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Aufgrund der befristeten Aufenthaltsdauer müssen frühzeitig die Kontakte zu Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe für weiterführende Hilfen eingeleitet werden. Gleichzeitig ist festzustellen, dass hier erhebliche Angebotslücken bestehen. Notwendig sind Gruppenangebote für Mädchen und
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Jungen, deren Mütter von Partnergewalt betroffen sind und die nicht bzw.
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nicht mehr im Frauenhaus wohnen.
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Der Unterstützungsbedarf der Mädchen und Jungen muss in der Kinder- und
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Jugendhilfe und der Bezirkssozialarbeit ernst genommen werden. Erforderlich ist, dass in Lehre und Praxis das Fachpersonal zum Thema Kinder und
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häusliche Gewalt qualifiziert wird.
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Literatur
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Heynen, Susanne (2003): Häusliche Gewalt: Direkte und indirekte Auswirkungen auf die Kinder.
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November 2003 in Köln
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