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Abb. 26: Vorgehensschritte bei der Interventionsplanung
12.6
Reflexion des Prozessschrittes
Die verschiedenen methodischen Überlegungen zur Interventionsplanung
von den Interventionsmodi über die handlungsleitenden Konzepte und
spezifischen Interventionsmethoden, über EBP bis hin zu den
Vorgehensschritten im Konzept Kooperative Prozessgestaltung sollen im
Folgenden kritisch reflektiert werden. Die Reflexion hinsichtlich der in
Kapitel 7.4 definierten Reflexionskriterien für Methoden geschieht wie
schon in Kapitel 11 in summarischer Weise.
12.6.1 Methodenreflexion
Alle vorgestellten methodischen Überlegungen zielen darauf ab,
Interventionsplanung in Kooperation mit den Klienten vorzunehmen. Eine
Ausnahme besteht bei Eingriffshandeln, das notwendig werden kann, um
Fremd- oder Selbstgefährdung abzuwenden. Eingriffshandeln legitimiert
sich im Hinblick auf eine Zielsetzung Sozialer Arbeit menschliches Leben
und Zusammenleben zu sichern und ist gleichzeitig immer höchst
legitimationsbedürftig, weil damit eine andere wichtige Zielsetzung die
Autonomie der Lebenspraxis missachtet wird. Unter professionsethischen
Aspekten ist kritisch zu überprüfen, ob ein Eingriff oder aber der Verzicht
auf einen Eingriff die Würde des Menschen eher verletzt. Die
Interventionsmodi Angebot und gemeinsames Handeln hingegen
entsprechen professionsethischen Vorgaben, beruhen sie doch auf Seiten
der Klientinnen auf Freiwilligkeit. Besteht noch keine Basis für eine
Kooperation bei der Interventionsplanung, so sind Professionelle
angehalten, im Hinblick auf Unterstützungsziele die sie für sich
formulieren Angebote zu entwickeln, welche Kooperation ermöglichen