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• Ist die Aufteilung in Bildungs- und Unterstützungsziele vorgenommen
worden? Falls der Einbezug von Klienten (noch) nicht möglich war: Sind
ausschließlich Unterstützungsziele formuliert worden?
• Sind die Bildungs-Grobziele dialogisch ausgehandelt worden? Sind sie für
die Klientin wichtig, bedeutsam und motivierend?
• Bilden die Grobzielformulierungen eine gute Grundlage für die
Interventionsplanung? Umschreiben Sie einen wünschbaren Sollzustand,
ohne bereits konkrete Interventionen vorzugeben?
• Falls ein Qualitätsmanagementsystem einer Organisation ein Zielformular
vorschreibt: Wie wird damit gearbeitet und welche Hilfe oder welches
Hemmnis stellt dieses dar?
11.6
Übersicht Prozessschritt Zielsetzung
Aufgabe
Eine Zielsetzung umschreibt einen anzustrebenden Sollzustand und ist
für den weiteren Unterstützungsprozess handlungsleitend. Auf Grundlage
der Ergebnisse der analytisch-diagnostischen Phase gilt es in
Zusammenarbeit mit dem Klienten(system) bedeutsame Grobziele zu
finden, auszuhandeln, zu formulieren und zu vereinbaren. Dabei sind alle
Begleitumstände und bisherigen Erkenntnisse zu berücksichtigen und
mögliche Zielkonflikte zu vermeiden. Die Ziele werden unterteilt in
Bildungsziele für die Klienten (die nur von den Klienten selbst bzw.
gemeinsam mit ihnen formuliert werden) und in Unterstützungsziele (für
die Professionellen). Es geht im Prozessschritt Zielsetzung darum, mit
der Bestimmung von Grobzielen eine Richtung für den angestrebten
Veränderungsprozess zu erarbeiten und damit eine weitere
Voraussetzungen für die Interventionsplanung zu schaffen.
Methodisches Vorgehen
Es gibt keine eigentlichen Methoden der Zielfindung, jedoch einige
methodische Hilfsmittel:
• Methodische Überlegungen zur Zielfindung: Nutzen der Ergebnisse von
Analyse und Diagnose, Berücksichtigung der strukturierten Offenheit
und der Implikationen des Zwangskontextes; Methode des
lösungsorientierten Arbeitens sowie motivationspsychologischer
Grundlagen aus dem Zürcher Ressourcen Modell
• Zielverständigung: Methodische Überlegungen zum dialogischen
Aushandeln, Rolle der selbstreflexiv mitbetroffenen
Verhandlungspartnerin
• Zielformulierung: Unterscheidung in Bildungsziele für Klienten und
Unterstützungsziele für Sozialpädagogin; Hierarchisierung von Fern-,
Grob- und Feinzielen; Indikatoren für Grobziele: bedeutsam,
motivierend, analyse- und/oder analysebasiert; Indikatoren für die
später im Prozess zu formulierenden Feinziele gemäß SMART-