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14

Evaluation

Auswerten, Bilanz ziehen und daraus lernen: Das sind die abschließenden Aufgaben bei jedem Unterstützungsprozess. Wir stellen zunächst die unterschiedlichen Formen von Evaluation vor, um die fallbezogene Evaluation um die es in diesem Kapitel geht einzuordnen. Die Funktionen von Evaluation werden ebenso benannt wie ihre Voraussetzungen. Ausführlich werden die Dimensionen und Kriterien einer fallbezogenen Evaluation im Rahmen Kooperativer Prozessgestaltung erläutert. Abschließend werden die Rahmenbedingungen dieser Evaluationsform reflektiert und die Evaluationsmöglichkeiten im Hinblick auf den Prozessschritt dargelegt.

14.1

Formen und Aufgabe

Evaluation bedeutet Auswertung, Bewertung und Beurteilung. Etymologisch wird der Begriff abgeleitet aus dem lateinischen ex-Valor (d. h. einen Wert ziehen aus etwas). Evaluieren heißt, einen Gegenstand systematisch zu untersuchen und daraus Folgerungen abzuleiten. »Evaluationen sind datenbasierte und methodisch angelegte Beschreibungen und Bewertungen von Programmen, Projekten und Maßnahmen. Sie lassen sich an Gütekriterien überprüfen und zielen unter Berücksichtigung des jeweiligen Kontextes systematisch darauf ab, zu einer rationaleren Entscheidungsfindung und zu einer Verbesserung der Problemlösungsansätze beizutragen« (Jurt 2005:53 f.). Evaluation beinhaltet nach König drei Aufgaben: die Sammlung von Informationen, deren Analyse sowie die Interpretation der gewonnenen Erkenntnisse (vgl. 2007:36 f.). Eine spezifische Form von Evaluation ist die Selbstevaluation: »Selbstevaluation meint die Beschreibung und Bewertung von Ausschnitten des eigenen alltäglichen beruflichen Handelns und seiner Auswirkungen nach (selbst)bestimmten Kriterien« (ebd.:41). Im Konzept Kooperative Prozessgestaltung ist dieser Ausschnitt der Fall (wobei ein Fall, wie wir wissen, eine Einzelperson, eine Familie oder Gruppe ebenso wie ein Gemeinwesen sein kann). Unter Evaluation wird hier also die fallbezogene Evaluation verstanden, welche Professionelle selbst vornehmen. Sie ist ein unabdingbarer Schritt in jedem bewusst gestalteten Prozess und dient der Überprüfung des professionellen Handelns. Formen von Evaluation