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13

Interventionsdurchführung

Im Anschluss an die Interventionsplanung wird direkt umgesetzt, was vorher ausgehandelt und vereinbart wurde. Wie eingangs in Kapitel 12 erwähnt, sprechen wir in diesem Kapitel von der Interventionsdurchführung im engeren Sinne, die unmittelbar an die Interventionsplanung anschließt und nicht von den Interventionen, die während den übrigen Prozessschritten stattfinden. In diesem Kapitel wird nach der Beschreibung von Aufgabe und Bedeutung der Interventionsdurchführung im Unterstützungsprozess dargelegt, was beim Tun besonders zu beachten ist und welchen Einfluss der Kontext auf die Intervention haben kann. Ein besonderes Augenmerk gilt den Ausführungen zur Person als Arbeitsinstrument. Dabei werden Aufgaben, Rollen und Kompetenzen von Professionellen im Rahmen der Interventionsdurchführung eingehend beschrieben. Wir stellen anschließend das Instrument Fall-Controlling in Kurzform vor, und beschäftigen uns mit der Frage, wie Interventionen in der Sozialen Arbeit zu dokumentieren sind.

13.1

Aufgabe und Bedeutung

Für die Intervention im engeren Sinne gehen alle Beteiligten von den ausgehandelten Zielen, Aufgaben und Abmachungen aus. Dabei erweist sich die Situation trotz Planung meist als recht komplex, weil die verschiedenen Beteiligten und Organisationen z. T. von abweichenden Ausgangspunkten ausgehen, für sich persönlich die Prioritäten möglicherweise anders setzen und die fremden wie auch eigenen Interessen unterschiedlich gewichten. An diesem Punkt wird oftmals besonders deutlich, wie ungenau Kommunikation sein kann (man spricht über das Gleiche und meint Unterschiedliches). Das zeigt, wie wichtig es ist, Interventionsaufgaben und -aufträge bei der Aushandlung und Vereinbarung sehr präzise zu fassen (Aufgabe, Verantwortlichkeit, Datum, Zeit, Ort etc.) und schriftlich festzuhalten, auch wenn sich die Daten im Laufe des Prozesses wieder verändern können. Aber sie erfüllen eine Ordnungs- und Orientierungsfunktion, auf die sich alle im Prozess involvierten Personen und Organisationen abstützen können. Im Wissen um die unterschiedliche Auslegung von Interesselage wie auch um die unterschiedliche Interpretation von Vereinbarungen kommt der Koordination eine zentrale Rolle zu. Ergeben sich im Verlaufe der Intervention Veränderungen, treffen unerwartete Ereignisse, Rückschläge ein, entstehen unvorhergesehene Prozessdynamiken, nehmen Sozialarbeiterinnen in Absprache mit den Beteiligten Korrekturen an der Planung vor, sind jeweils alle Beteiligten zu