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Konsequenzen und Perspektiven
vorgelegt. In der Bundesrepublik hat sich unter anderem Heynen (2005) mit Ansätzen der primären Prävention von Partnergewalt auseinander gesetzt.
Forschungsstand zur Entstehung von Partnergewalt: Generative Analyse Vielfältige Theorien (etwa feministische Ansätze: z.B. Yllö 1993, psychologische Ansätze: z.B. O’Leary 1993, familiensystemische Ansätze: z.B. Goldner 1998, psychiatrische Ansätze: z.B. Gelles 1999, biologische bzw. genetische Ansätze: z.B. Hines & Saudino 2004) haben sich mit Einflüssen auf die Entstehung von Partnergewalt beschäftigt und sind in integrative Verständnisversuche eingeflossen (z.B. Dutton 1995, Crowell & Burgess 1996, O’Neil & Harway 1997, Heise 1998), die frühere, eher eindimensionale Perspektiven abgelöst haben. Mehrere Annahmen liegen der Integration verschiedener theoretischer Perspektiven auf Partnergewalt in der Regel zugrunde: (1) Partnergewalt entsteht meist aus einem Zusammenwirken mehrerer Faktoren. (2) In unterschiedlichen Einzelfällen tragen verschiedene Kombinationen von Faktoren zur Entstehung von Partnergewalt bei. (3) Systematische Unterschiede in den beteiligten Faktoren ergeben sich auch je nachdem, was genau untersucht wird. Handelt es sich beispielsweise um das Ausüben von Gewalt in Partnerschaften durch Männer oder durch Frauen? Welche Bandbreite an kulturellen oder ethnischen Gruppen und welche Bandbreite an Schweregraden der Gewalt soll einbezogen werden? Für die Ursachenforschung haben diese Punkte unter anderem zur Folge gehabt, dass eine Vielfalt an möglichen Einflussfaktoren auf ihre Bedeutung hin untersucht wurde. Übersichten und sogenannte Meta-Analysen (ein Verfahren zur quantitativen Zusammenfassung von empirischen Forschungsbefunden) haben den derzeitigen Wissensstand zusammengetragen (Riggs et al. 2000, Schumacher et al. 2001, Stith et al. 2004, aus der Bundesrepublik stammt eine Übersichtsarbeit von Löbman et al. 2003), wobei die Mehrzahl der Forschung sich mit Einflussfaktoren auf eine Gewaltausübung männlicher Partner in heterosexuellen Partnerschaften auseinandersetzt. Einige Übersichtsarbeiten beschäftigen sich aber auch mit Risikofaktoren auf Seiten Gewalt erlebender weiblicher Partner in heterosexuellen Partnerschaften (z.B. Löbman et al. 2003, Stith et al. 2004). Einflussfaktoren auf Gewalt in homosexuellen Partnerschaften, sowie auf eine Gewaltausübung weiblicher Partner in heterosexuellen Partnerschaften werden bislang eher selten erörtert (für Ausnahmen siehe etwa Cruz & Firestone 1998, Potoczniak et al. 2003, Henning et al. 2003). Überwiegend werden Einflussfaktoren unabhängig von Häufigkeit, Schweregrad und Chronizität der Gewalt behandelt, einige Arbeit konzentrieren sich jedoch auf wiederholte Gewalt (z.B. Cattaneo & Goodman 2005) oder schwere, d.h. verletzungsrächtige Gewalt (z.B. Kyriacou et al. 1999) bis hin zu Risikofaktoren einer Tötung des Partners (z.B. Aldridge & Browne 2003). Der Informationsgehalt der vorliegenden Forschung im Hinblick auf eine tatsächlich ursächliche Wirkung der