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Raw Blame History

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Die Folgen für die Kinder als Thema in der Täterarbeit

  1. die Auswirkungen der Gewalttaten auf Kinder erkennen,
  2. die Unterstützung der Kinder, ihre Verletzungen zu heilen,
  3. die Aneignung einer positiven Haltung zur Kindesmutter,
  4. der Aufbau einer konstruktiven Beziehung zu den Kindern und eines positiven Vaterbildes (vgl. Crager/Anderson 1997) Solche speziellen Programme sind allerdings bisher noch kaum evaluiert (Edleson et al. 2003: 23).

Die Auswirkungen der Gewalttaten auf Kinder erkennen Anti-Gewalt-Kurse mit Schwerpunkt Väterlichkeit können am grundsätzlichen Interesse vieler Väter anknüpfen, dass Kinder nicht unter den Konflikten ihrer Eltern leiden sollen. Die Kurse vermitteln den Tätern, dass Kinder selbst wenn sie bei den Gewalttaten nicht anwesend sind unter den physischen und psychischen Gewaltfolgen ihrer Mutter leiden und die oft gravierenden Folgen der Gewalt für ihre Beziehung zur Mutter und zum Vater verarbeiten müssen. Solche Kurse thematisieren die kurz- und langfristigen Einflüsse häuslicher Gewalt auf die Entwicklung von Kindern, wie Entwicklungsverzögerungen, Schulprobleme, Sucht, Jugendkriminalität etc. Väter machen sich selten klar, dass insbesondere kleine Kinder die Handlungen ihrer Umgebung auf sich beziehen und deshalb häufig unbewusst die Verantwortung für die Konflikte ihrer Eltern, auch für die Probleme ihres Vaters, übernehmen, vor allem wenn die Auseinandersetzungen um das Sorgerecht und den Umgang eskalieren. Oft glauben Kinder, dass sie Schuld haben, wenn ihre Eltern vor Gericht erscheinen müssen. Väter sollen in den Kursen lernen, dass Kinder, die häusliche Gewalt miterlebt haben, oft ein ambivalentes Verhältnis zum gewalttätigen Elternteil entwickeln. Die Themen „Gewalt in der Erziehung“ und „Jungen und Gewalt“ nehmen einen wichtigen Stellenwert in diesen Kursen ein. Gewalttätige Väter sollen lernen, dass sie durch ihr Handeln ein problematisches Männer-/Väterbild für Töchter und Söhne vorleben. So identifizieren sich Söhne häufig mit dem Vater und sehen Gewalt als probates Mittel zur Durchsetzung eigener Bedürfnisse und Interessen an, während bei Töchtern die Gefahr besteht, dass sie sich eine Opferrolle aneignen und Weiblichkeit und Mutter-Sein mit Schwäche gleichsetzen. Gewalttätige Männer müssen vor allem lernen, ihre Taten aus der Perspektive der Kinder zu betrachten. Der Kurs soll die Entwicklung von Empathie gegenüber den Kindern fördern und den Teilnehmern klarmachen, dass sie oft fatalerweise die Verhaltensmuster wiederholen, unter denen sie selbst in ihrer Kindheit gelitten haben. Die Väter müssen erkennen, dass dadurch Gewalt als Lösungsmuster für Konflikte in die nächste Generation tradiert wird.