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Jungen mit Migrationshintergrund im Frauenhaus
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Schule, Kollision mit anderen Terminen, Umzug und das Erreichen der Altersgrenze. Insgesamt nahmen bisher 32 Jungen an der Gruppe teil, davon
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waren 50% Kinder aus dem Frauenhaus und 50% Kinder von außerhalb. Von
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häuslicher Gewalt betroffen sind sowohl Kinder aus dem Frauenhaus als auch
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viele der Kinder von außerhalb.
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Die kontinuierliche Teilnahme an der Gruppe stellt für manche Kinder eine
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Schwierigkeit dar. Drei der alleinerziehenden Mütter konnten, bzw. können
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ihre Kinder aufgrund ihrer Arbeitszeiten oder der schwierigen häuslichen Situation nicht oder nur unregelmäßig zur Gruppe bringen, deshalb werden
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diese Kinder von einer Mitarbeiterin des Frauenhauses in den Kindergärten
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abgeholt.
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Bei Schwierigkeiten in der Gruppe neigen einige der Jungen eher dazu,
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aufzugeben, als diese zu klären. Hier bedarf es der Unterstützung der Mitarbeiterinnen, diese nehmen dann telefonisch den Kontakt zur Familie auf, um
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gemeinsam den Konflikt zu lösen. Durch diese begleitenden Maßnahmen ist
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der personelle Aufwand größer, als er im Vorhinein geplant war. Wir haben
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jedoch die Erfahrung gemacht, dass der relativ hohe Personalaufwand erforderlich ist, um Jungen und Eltern aus z.T. sehr problembelasteten Familien
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nachhaltig zu erreichen.
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Um sicher zu stellen, dass sich das gewalttätige Verhalten der Jungen
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durch die Jungengruppe reduziert und sich der Kontakt zwischen den Eltern und Jungen verbessert, evaluieren wir seit Beginn die Jungengruppe auf
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drei verschiedenen Ebenen. Zum einen führen die Mitarbeiterinnen Listen
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über die Teilnahme der Kinder und Eltern an den jeweiligen Angeboten und
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die thematischen Inhalte. Zum anderen wird mittels eines Elternfragebogens
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halbjährlich erhoben, wie sich aus Sicht der Eltern das Verhalten der Jungen
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in Bezug auf körperliche und verbale Auseinandersetzung und wie sich der
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Kontakt zwischen Eltern und Kind verändert hat. Als Drittes ermittelt der
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Trainer monatlich, wie sich das Verhalten der Jungen in der Gruppe verändert
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und fragt die Jungen diesbezüglich nach ihrer Selbsteinschätzung. Darüber
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hinaus fragt er die Jungen, ob sie mit ihren Eltern oder anderen Personen über
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erlebte Konflikte gesprochen haben.
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Nachdem die Gruppe nun anderthalb Jahre besteht, haben wir die Eltern
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zusätzlich im Sommer 2005 um ein persönliches, ausführlicheres Feedback
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gebeten. Der Spaß und die Freude der Jungen, an dieser Gruppe teilnehmen
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zu können, wird von allen Eltern besonders herausgestellt. Der Trainer als
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männliche Vertrauens- und Bezugsperson ist für viele Jungen sehr wichtig.
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Übereinstimmend wird deutlich, dass alle Jungen, die länger in der Gruppe
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sind, sich aus Sicht der Eltern positiv verändert haben. Besonders betont wird,
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dass es weniger Konflikte in der Familie gibt und die Jungen ausgeglichener
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und selbstsicherer geworden sind. Gerade das Verhalten anderen Kindern gegenüber hat sich dahingehend verändert, dass die Jungen mehr Rücksicht nehmen, weniger aggressiv sind und zum Beispiel nach vielen Schwierigkeiten
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jetzt wieder gern zur Schule gehen und sich in Gruppenzusammenhängen
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