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Unterstützung für Mädchen und Jungen bei häuslicher Gewalt
ȡ Das Lebensumfeld und der Rahmen müssen stabil und verlässlich sein.
Ein Kind, das weiterhin dauernd mit äußerlichen Belastungen und Veränderungen konfrontiert ist, kann sich nicht um seine innere Entwicklung und
(Nach)Reifung kümmern geschweige denn belastende frühere Erfahrungen
und/oder traumatische Erlebnisse im sicheren therapeutischen Rahmen nacherleben und integrieren.
ȡ Die Bezugspersonen (mindestens die Person, bei der das Kind seinen Lebensmittelpunkt hat) müssen bereit sein, auch ihre eigene Haltung zu reflektieren und wenn nötig, an Umstellungen zu arbeiten.
Neben der bislang beschriebenen psychotherapeutischen Einzelbehandlung
gibt es, wenn auch nicht in großer Zahl, therapeutische Gruppen für Kinder
und Jugendliche. Informationen hierzu können bei der jeweiligen Kassenärztlichen Vereinigung des Bundeslandes erfragt werden. In einzelnen Erziehungsberatungsstellen werden auch therapeutische Gruppen für Kinder bzw.
Jugendliche angeboten.
Wenn Symptomatiken von Kindern und Jugendlichen besonders stark im
sozialen Bereich Ausdruck finden und intensive Umfeldarbeit (neben Eltern/
Mutter auch z.B. Lehrer) notwendig ist, wird in einigen Regionen auch die
Möglichkeit einer sog. KJHG-Therapie geboten, die dann nicht von der Krankenkasse sondern dem zuständigen Jugendhilfeträger finanziert wird. In diesem Bereich sind neben den niedergelassenen Richtlinien-Psychotherapeuten
auch weitere Therapeuten tätig, die z.T. auch andere Behandlungsverfahren
anwenden.
Literatur
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Herdina-Lindner, Rita (1999): Verletzte Seelen. Der andere Umgang mit Gewalt. Graz; Wien;
Köln: Verlag Styra
Huber, Michaela (2003): Trauma und die Folgen Bd. 1 und Bd. 2. Paderborn: Junfermannsche
Verlagsbuchhandlung
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Psychotherapie-Richtlinien des Bundesausschusses der Ärzte und Krankenkassen über die
Durchführung der Psychotherapie, Fassung vom 20. April 2004
Wallerstein, Judith/Lewis, Julia/Blakeslee, Sandra (2002): Scheidungsfolgen - Die Kinder tragen
die Last. Eine Langzeitstudie über 25 Jahre. Münster: Votum-Verlag