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Zur Rolle von Schule und Verwandten
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Wie Abbildung 1 zeigt, wurden für den quantitativen Teil im Kanton Zürich
insgesamt 1400 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 9 und 17 Jahren
schriftlich befragt (Datenerhebung Frühsommer 2004). Für den qualitativen
Teil wurden 30 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 8 und 18 Jahren
sowie deren Mütter (N=20) interviewt, die über Frauenhäuser und Frauenberatungsstellen in den Kantonen Bern, Luzern und Zürich angefragt wurden;
hinzukommen Expertinnengespräche mit Mitarbeiterinnen von Frauenhäusern und Frauenberatungsstellen in den genannten drei Kantonen. Die in
diesem Beitrag vorgestellten Ergebnisse beziehen sich ausschließlich auf die
neu entwickelten Fragen, die im Rahmen des Surveys erhoben wurden. Der
Fokus liegt auf der Bedeutung sozialer Netzwerke und professioneller Hilfsangebote sowie antizipierter Zugangsbarrieren aus Sicht von Kinder und Jugendlichen.
Abb. 1 Design
Durchführung der schriftlichen Befragung und forschungsethische Fragen
Die Durchführung eines Surveys verlangt immer die Berücksichtigung der
Interessen verschiedener Akteure. Der Vergleich mit anderen Ländern und
Kantonen zeigt, dass die Anforderungen an das Zustimmungsverfahren sehr
unterschiedlich ausfallen können. Im Kanton Zürich war die Bewilligung der
Bildungsdirektion erforderlich, die ein Vorgehen festlegte, das einem Kaskadenprinzip folgt und zahlreiche Auflagen umfasste. Die Auflagen betrafen (a)
die Genehmigung der Fragebogen, (b) das Zustimmungsverfahren und das
Prozedere zum Schutz von SchülerInnen, die nicht an der Studie teilnehmen
dürfen, (c) das Vorgehen beim Pretest und (d) den Zeitplan. Nach der Zustimmung der Bildungsdirektion Ende März 2004 wurden in einem rollenden
Verfahren die Schulgemeinden, die Lehrpersonen, die Eltern und die SchülerInnen um ihre Teilnahmebereitschaft angefragt (vgl. Abbildung 2).