2026-001/documents/verhaltensauffaelligkeiten/pages/217.md

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Raw Blame History

5.3 Komplexe Auffälligkeiten

(Frühe) Interaktionserfahrungen in der Lebensgeschichte • Bedeutung von Drogen in der Familiengeschichte (Vorbilder) • Psychische Struktur/Abhängigkeit der Eltern • Möglichkeiten zum Erwerb von Selbst-Regulationsfähigkeiten • Möglichkeiten zur Selbstreflexion; breites Spektrum an Problemlösefähigkeiten • Normen und Wertesystem Niedrige Belastung, Breites Spektrum von Bewältigungsmöglichkeiten, Stabile Struktur

Hohe Belastung, Geringes Spektrum von Bewältigungsmöglichkeiten, Instabile Struktur Perspektive

Jugend ! Anforderungen durch Entwicklungsaufgaben ! Ausprobieren von Drogen

Kein Drogen-Missbrauch/ Abhängigkeit Reduktion bis zum Erwachsnenalter

Gefahr der Abhängigkeit Negativer Langzeitverlauf

Peer-Group

Aktuelle Belastung

Abb. 5.18: Entwicklung des Drogenmissbrauchs

tungs- bzw. Stabilitätsgrad kommt es zum Eintritt ins Jugendalter. Hier müssen die spezifischen Entwicklungsaufgaben bewältigt werden und es muss der Konsum von Drogen der offensichtlich regelhaft zum Jugendalter dazu gehört erprobt werden und dieser Konsum muss gesteuert werden. Wichtige Einflussfaktoren in diesem Lebensalter sind die Peer-Group, aber auch die soziale Situation, vor allen die Berufsperspektiven und weitere aktuelle Belastungen. Bei hohen Vorbelastungen besteht die Gefahr einer dauerhaften Abhängigkeit, ansonsten und dies ist für mindestens 90 % der Jugendlichen der Fall ist die Gefahr des dauerhaften Missbrauchs gering und der Drogenkonsum reduziert sich mit dem Übergang ins Erwachsenenalter. Therapie Da sich Drogenabhängigkeit nicht erst im Jugendalter entwickelt, haben vielmehr präventive Maßnahmen zur allgemeinen Stabilisierung und Förderung der Resilienz eine besondere Bedeutung. Auf diese Maßnahmen zur Stärkung der »Life skills« wird im Abschnitt zur Prävention (Kapitel 6.6) näher eingegangen. Daher sind sie hier nicht aufgeführt. In Deutschland hat sich ein breites Netz von Drogenberatungseinrichtungen gebildet, das sowohl auf präventiver als auch beratender und dann therapeutischer 217