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Raw Blame History

5.3 Komplexe Auffälligkeiten

Amygdala wird durch die hohe Konzentration der Stresshormone (Nor)Adrenalin dauerhaft übersensibilisiert. b) Eine dauerhafte Erschütterung des Selbst- und Weltbildes entwickelt sich, wenn es nicht gelingt die traumatisierende Erfahrung zu integrieren. Im Sinne von Rogers (1987) entstehen dadurch Inkongruenzen, die zentrale Aspekte des eigenen Selbstkonzepts betreffen. Vor allem folgende vier Themenbereiche sind betroffen: • Bedrohung vs. Sicherheit • Hilflosigkeit/Ohnmacht/Kontrollverlust vs. Kontrolle/Wahlfreiheit • Schuld/Scham vs. angemessener Verantwortung • Selbstkritik/-abwertung vs. Selbstakzeptanz Nach der Konzeption von Grawe (1998, 2004) sind zudem Grundbedürfnisse der Klienten vor allem nach Kontrolle, Selbstschutz und Unlustvermeidung blockiert, was er ebenfalls als Inkongruenz bezeichnet.

frontaler Kortex (Integration und Planung)

Thalamus (Schaltstelle für sensorische Information) Amygdala (Zuordnung von „Signifikanz“)

Hippocampus (kognitive „Weltkarte“)

Psychotrauma Abb. 5.17: Blockierte Informationsverarbeitung

Beiden Modellen ist gemeinsam, dass sie diese Inkongruenzen als Ursache von psychischer Spannung, dysfunktionalen Abläufen und letztendlich dem Entstehen von Symptomen verstehen. Fischer und Riedesser (1998) sprechen hier in Anlehnung an Piaget (1947) von einem Traumaschema. Ein Traumaschema 197