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5 Spezifische Formen von Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen

neurobiologische Prädisposition

frühe Traumata

Störung der Affektregulation (hohe Grundspannung) (starke Auslenkung)

hohe Dissoziationsneigung positive Rückkoppelung

Probleme des assoziativen Lernens

dysfunktionale Grundannahmen in kompatible Schemata

Mangelhafte psychosoziale Realitätsorientierung

Rückgriff auf dysfunktionale Bewältigungsstrategien (Selbstschädigung) Abb. 5.14: Neurobehaviorales Modell der Entstehung der Borderline-Persönlichkeitsstörung (aus: Bohus & Haaf 2001, S. 624; mit freundlicher Genehmigung des DGVTVerlags)

Weiß oder Gut-Böse ist ein (letzter) Versuch, die Welt zu strukturieren. (Dieser Spaltungsmechanismus wird auch als »primitiver Abwehrmechanismus« verstanden; vgl. Rohde-Dachser 1995.) • »Angst und Wut können auch dazu dienen, die innere Leere auszufüllen und sich lebendig zu fühlen.« Rohde-Dachser (1995, S. 121) bezeichnet das als »Ringen um lebendig sein« (Leichsenring 2004, S. 262). • Die heftigen Gefühlsausbrüche, aber auch Selbstverletzungen haben die Funktion, Spannungen zu regulieren, aber auch sich selbst zu spüren. Extreme Wut kann auch als »verzweifelter Versuch [gesehen werden], das zerbrechliche Selbst vor dem Ansturm der Scham zu schützen, die häufig ganz ungewollt von einem Anderen ausgelöst wird« (Fonagy et al. 2004, S. 226).

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