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5.2 Externalisierende Auffälligkeiten
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Therapeuten von eigenen ethischen Grundhaltungen geprägt ist:
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»Ich behaupte, dass es doch einen großen Unterschied ausmacht, ob ich den
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Menschen als ein von Natur aus ›böses‹ Wesen mit einem destruktiven endogenen
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Potential ansehe, als ein böses Kind, das endlich sein Aggressiv-Sein zugeben und
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sich kontrollieren oder bessern soll; oder ob ich den Menschen als ein sowohl
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nach Liebe als auch nach Autonomie, sowohl nach Kontakt als auch nach
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Selbstbehauptung strebendes Wesen sehe, das aufgrund dieser, seiner bipolaren
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antagonistischen Struktur, unter ungünstigen Bedingungen in zahlreiche Komplikationen und Konflikte gerät und das Unglück hat (oder dazu gezwungen
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wird), inadäquate Dauer-Pseudolösungen zu akzeptieren und sie sogar strukturell
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in sich zu installieren, Lösungen, die zwangsläufig Frustrationen und Aggressivierungen mit sich bringen« (ebd., S. 89 f).
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2. Aufgrund der geringen Motivation wird es nötig sein, diese zunächst aufzubauen.
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Dazu ist es wichtig »einen Anreiz« zu setzen; dies kann (vorübergehend) über
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klassische Elemente der Verhaltenstherapie (z. B. Verstärkungspläne) erfolgen,
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unverzichtbar ist jedoch der Aufbau einer stabilen Beziehung, die weitergehenden Einfluss ermöglicht. Auch schon beim Aufbau der Motivation kann es
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sinnvoll sein zumindest partiell konfrontativ zu arbeiten: Bei den betroffenen
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Kindern/Jugendlichen muss zumindest eine minimale Unzufriedenheit mit der
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gegebenen Lebenssituation und vor allem den sozialen Bezügen und dem eigenen Verhalten bestehen. Dieser »Funken« an Veränderungsmotivation ist aufzugreifen und es gilt ihn anzufachen.
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Viele Ansätze zum Abbau gewalttätigen Verhaltens finden in stationären Zusammenhängen, bei delinquenten Jugendlichen auch im ( Jugend‐) Strafvollzug,
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statt. Hier zeigen die Betroffenen oft eine aufgesetzte Motivation, sie versprechen
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sich durch die Teilnahme am Programm z. B. Hafterleichterung – diese Faktoren
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können kurzfristig genutzt werden, müssen allerdings immer wieder sehr sorgfältig geprüft werden (vgl. Kleiber & Meixner 2000).
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3. Arbeiten an der Selbst-Verantwortung der Betroffenen: Dieser Aspekt hängt eng
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mit der Motivationsarbeit zusammen: die schon langfristig und stark aggressiven
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Kinder und Jugendlichen lehnen oftmals die Verantwortung für das eigene
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Handeln ab. Aufgrund ihrer besonderen Art der Fremd- und Selbstwahrnehmung machen sie andere für die Auslösung ihres Verhaltens verantwortlich.
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Auch hier ist es nötig, konfrontativ entsprechende Strategien zu hinterfragen.
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Es sind »Konfrontationen nötig, um eine Auseinandersetzung des Täters mit
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seinen Realitätsverzerrungen zu initiieren; sie sind aber nur in einer respektvollen
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Beziehung wirksam« (Elsner 2004, S. 113).
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4. Ansetzen an der zugrundeliegenden Strukturstörung: Die betroffenen Kinder
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und Jugendlichen haben eine über lange Zeit verfestigte Selbststruktur entwickelt und entsprechende intrapsychische Schemata aufgebaut. Es gilt, diese verfestigten Schemata anzustoßen; hier ist der von Grawe (1998) beschriebene
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Wirkfaktor der« prozessualen Aktivierung« besonders bedeutsam. So ist es zunächst einmal nötig den Jugendlichen Struktur zu bieten; dies geschieht durch
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ein klares Setting und Grenzsetzungen.
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Die Jugendlichen müssen die Möglichkeit haben in der therapeutischen Beziehung « korrektive Erfahrungen« (Grawe 1998, vgl. auch Fröhlich-Gildhoff 2003)
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