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5 Spezifische Formen von Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen
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Interventionen/Therapie13
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Grundsätzliche Überlegungen
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Kombinierte, sogenannte multimodale Programme haben bei der Veränderung
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aggressiver und gewalttätiger Verhaltensauffälligkeiten die besten Effekte und sind
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in der Regel erfolgreicher als isolierte Einzel-Psychotherapie.
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»Insbesondere multimodale Verhaltenstrainings, die unterschiedliche Lebensbereiche (Familie, Schule, Freizeitbereich), Personen (Eltern, Lehrer, Erzieher, Kind)
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und Interventionsebenen (Eltern-, Kind- und Schulebene) berücksichtigen, erwiesen
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sich als besonders wirksam; dies gilt insbesondere bei sehr ausgeprägten Formen des
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aggressiv-dissozialen Verhaltens« (Petermann et al. 2001, S. 30).
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Scheithauer und Petermann (2004) weisen darauf hin, dass es wichtig ist, dass »in
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Abhängigkeit vom Entwicklungsstand des Kindes jeweils unterschiedliche, altersspezifische, risikoerhöhende Bedingungen von Bedeutung und damit auch unterschiedliche Maßnahmen indiziert sind« (ebd., S. 402). Sie betonen ebenfalls, dass
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entwicklungsorientierte Interventionen
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• »differenzierte, altersgruppenspezifisch gestaltete Therapiemanuale benötigen,
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die kind- und zeitgemäß gestaltete Therapiematerialien (z. B. auf der Basis themenbezogener Comics) enthalten,
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• und dass nicht nur versucht wird, etwa sozial-kognitiv Defizite zu modifizieren,
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sondern vielmehr Ressourcen des Kindes zu stärken und
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• unterschiedliche Umgebungen und Situationen (Elternhaus, Schule, Freundeskreis) im therapeutischen Vorgehen zu berücksichtigen (…)« (ebd., S. 403) sind.
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Grundhaltung und Beziehungsgestaltung
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Für die Grundhaltung der Pädagogen bzw. Therapeuten im Umgang mit aggressiven bzw. gewalttätigen Kindern und Jugendlichen hat Fröhlich-Gildhoff (2006b,
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S. 67 ff, s. a. Fröhlich-Gildhoff & Rose 2012) fünf »Prinzipien« formuliert:
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1. Die therapeutische Haltung sollte durch Wertschätzung und Konfrontation zugleich gekennzeichnet sein. Wertschätzung ist auf die Person bezogen – bezüglich
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des aggressiven Verhaltens sollte deutlich gemacht werden, dass der Pädagoge
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oder Therapeut dieses nicht billigt.
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Untersuchungen bei Straftätern (Marshall et al. 2002) haben gezeigt, dass ein
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»harscher Konfrontationsstil« allein eher »negative Auswirkungen auf das Therapieergebnis hat, eine empathische Haltung hingegen den Erwerb neuer Bewältigungsstrategien fördert und Bagatellisierungen der Straftaten verhindert«
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(Elsner 2004, S. 113).
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Mentzos (1993) weist zu Recht darauf hin, dass die Haltung des Pädagogen/
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13 Ein ausführlicher Überblick über Interventionsformen in verschiedenen Settings findet
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sich bei Fröhlich-Gildhoff (2006b) und in den S3 Handlungsleitlinien (AWMF 2016).
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