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Raw Blame History

5.2 Externalisierende Auffälligkeiten

  1. Leistungsdiagnostik Nach Schulte-Markwort und Düsterhus (2003) ist eine standardisierte Intelligenztestung ebenso wie eine Konzentrationstestung für die Diagnostik der entsprechenden Entwicklungsstörung »obligat«. Diese Autoren schlagen zur Differentialdiagnostik auch Fragebögen für komorbide Störungen vor.
  2. Körperliche Untersuchungen Hier können/sollten EEG- und Laboruntersuchungen durchgeführt werden. Möglicherweise sind weiterführende diagnostische Befunde (pädiatrische Differentialdiagnostik, pädaudiologische Differentialdiagnostik etc.) zu erheben. Ursachen Bei der Betrachtung der Ursachen finden sich deutliche Unterschiede zwischen einer biologisch, medizinischen Sichtweise aus der heraus vor allem eine genetische aber auch neurologische Ätiologie als verursachend gesehen wird und einer psychodynamisch-psychotherapeutischen Sicht (die in neurobiologischen Untersuchungen bestärkt wird, vgl. z. B. Hüther & Bonney 2002, Hüther 2006a, Bonney 2012), die von einer eher (frühen) psychosozialen Verursachung der Auffälligkeit ausgeht.

Biologische Bedingungen verringerte Reizschwelle Wahrnehmungsstörung Schwangerschafts„erfahrungen“

Entwicklungsaufgaben und aktuelle Anforderungen (Kita, Schule, …)

Internaliserender Modus

Soziale Situation Erfahrungen • Regelmässigkeit, Verlässlichkeit • Regulation • Bindungssicherheit • Klarheit (Grenzen, Orientierung)

Bewältigung

Externalisiernder Modus ADHS

Individuum/seelische Struktur (Selbst) • „Ansprechbarkeit“ auf Reize • Selbst-Steuerung • soziale Kompetenz • Selbstwert

Entwicklungsförderlich

Abb. 5.7: Allgemeines bio-psycho-soziales Modell zur Erklärung der ADHS

In jedem Fall wirken bei der Entstehung der ADHS in komplexer Weise biologische und soziale Faktoren zusammen, so dass ein bio-psycho-soziales Modell am ehesten Aussagekraft zur Erklärung des Verhaltens und der »dahinterliegenden« Selbststruktur(anteile) hat. Dieses allgemeine Modell wurde weiter oben ausführlich dargestellt (c Kap. 3.3). Auf der Grundlage biologischer Bedingungen tritt das Kind 135