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5.1 Internalisierende Auffälligkeiten
Beschreibung der Störungen, Klassifikation Ein wesentliches Klassifikationskriterium zur Einstufung des Gewichtes ist der sogenannte Body-Mass-Index (BMI). Dieser berechnet sich wie folgt: BMI = Körpergewicht (kg) : Körpergröße zum Quadrat (m2). Aus diesen Berechnungen ergeben sich folgende Abstufungen: Tab. 5.2: Klassifikationen der Ess-Störungen nach BMI-Kriterien Anorexie Frauen
<18,5*
Männer
Normalgewicht
Adipositas
Adipositas per magna
19 – 24
30
40
20 – 25
30
40
- Im ICD 11 wurde die Grenze für Anorexie (Diagnosekategorie 6B80.0) von BMI 17,5 auf BMI 18,5 heraufgesetzt; damit kann diese Diagnose schon bei einem höheren Gewicht gestellt werden. Laut Zeeck et al. (2020) schließen die neuen Kriterien somit »eine deutlich größere Gruppe von Patientinnen ein als zuvor« (ebd. S. 66).
Herpertz-Dahlmann et al. (2005) schlagen in Unterscheidung zu den o. g. kritischen Gewichtsgrenzen unter Bezugnahme auf die kinder- und jugendpsychiatrischen Fachverbände vor, nicht den BMI-Wert als Grenze zu nehmen, sondern die 10. BMIAltersperzentile In den Diagnosesystemen sind die drei Ess-Störungen wie folgt gekennzeichnet. Merkmale der Anorexie • Körpergewicht mindestens 15 % unter dem erwarteten Gewicht oder BMI von 18,5 oder weniger. Weigerung, das Minimum des für Alter und Größe normalen Körpergewichts zu behalten. • Der Gewichtsverlust ist selbst herbeigeführt durch Vermeidung hochkalorischer Speisen und einer oder mehrere der folgenden Möglichkeiten: – Selbstinduziertes Erbrechen – Selbstinduziertes Abführen – Übertriebene körperliche Aktivitäten – Gebrauch von Appetitzüglern und/oder Diuretika • Körperschemastörung in Form einer spezifischen psychischen Störung: Die Angst, dick zu werden, besteht als eine tiefverwurzelte, überwertige Idee; die Betroffenen legen eine sehr niedrige Gewichtsschwelle für sich selbst fest. • Störungen der Wahrnehmung der eigenen Figur und des Körpergewichts; übertriebener Einfluss der Figur oder des Körpergewichtes auf die Selbstbewertung. • Bei postmenarchalen Frauen: Amenorrhoe, d. h. das Ausbleiben von mindestens drei aufeinanderfolgenden Menstruationszyklen. • Verzögerte sexuelle Reifung
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