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5.1 Internalisierende Auffälligkeiten
rungen, Früherwachen, Alpträume) (…) bei jüngeren Kindern besonders wichtig«
(Essau, 2002a vgl. ebenso: Groen & Petermann 2011); ebenso unverzichtbar ist eine
detaillierte Anamneseerhebung und Befragung mehrerer, unterschiedlicher Interaktionspartner des Kindes, um zu einem klaren Bild zu kommen. Bei Jugendlichen
mit einer diagnostizierten Depression finden sich »im Vergleich zu Erwachsenen
häufiger vegetative Symptome (z. B. Gewichtsveränderungen, Appetitveränderung,
Insomnie) und seltener Anhedonie und Konzentrationsprobleme im Vergleich zu
Erwachsenen mit Depression (Rice et al. 2019)« (Feldmann & Kroboth, 2023, S.15).
Auch externalisierende Auffälligkeiten, wie Gereiztheit oder Impulsdurchbrüche
werden häufiger beschrieben.
Epidemiologie
Grundsätzlich lässt sich feststellen, dass »depressive Störungen und Symptome vor
allem im Jugendalter recht weit verbreitete psychische Probleme darstellen« (Groen
& Petermann 2011, 2013) allerdings findet sich abhängig vom Untersuchungsdesign eine breite Streuung epidemiologischer Daten.
Auftretenshäufigkeit
Die Auftretenshäufigkeit ist abhängig vom Alter und nimmt mit steigendem Alter
zu. Bei Kindern im Vor- und Grundschulalter lassen sich depressive Symptome
beobachten, aber »die vollständige Diagnose einer depressiven Störung scheint in
dieser Entwicklungsphase sowohl theoretisch als auch empirisch umstritten bzw.
nur für relativ wenige Fälle haltbar« (Groen & Petermann 2011, S. 36). »Die Diagnose einer depressiven Störung sollte erst ab drei Jahren gestellt werden, wobei
klinisch eine depressive Symptomatik auch bereits früher beobachtet wer- den kann
(Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften
(AWMF) 2015; Luby und Belden 2012)« (Feldmann & Kroboth, 2023, S. 15).
Ab etwa dem zwölften Lebensjahr findet sich dann eine zunehmende Häufigkeit
des Auftretens depressiver Symptome und kompletter Störungsbilder. Je nach Studie wird von einer Prävalenz zwischen 5 und 12 % bzw. 14 % während der Pubertät
ausgegangen (Schulte-Körne, 2023; Feldmann & Kroboth, 2023). In der »Bremer
Jugendstudie« berichteten, »ohne unbedingt die Diagnose einer depressiven Störung
zu erfüllen, nahezu 42 % der zwölf- bis 17-jährigen Jugendlichen, sich schon einmal
über mindestens zwei Wochen täglich traurig, niedergeschlagen oder deprimiert
gefühlt zu haben« (Groen & Petermann 2011, S. 37).
Geschlecht
Bei Kindern zeigen sich keine Geschlechtsunterschiede in der Häufigkeit des Auftretens, bei Jugendlichen sind Mädchen deutlich häufiger von Depression betroffen
als Jungen, die Auftretensrate beträgt 3:1 (Frey et al., 2021; Vgl. Groen & Petermann
2011, S. 36 f).
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