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Raw Blame History

WR Jugendhilfe 1 05.book Seite 205 Mittwoch, 14. September 2005 7:25 19

  1. Cleartalk Ein systemisches Konzept für die Zusammenarbeit in sozialen Kontexten

oder im bisherigen Hilfesystem dargestellt, in den Dialog gebracht und an Veränderungen gearbeitet. • Wendezeitarbeit: Durch Fragen und Erzählungen werden schon überstandenen Krisen und Wendezeiten thematisiert und wird nach dort erprobten Lösungen geforscht, die für die momentane Situation nutzbar und hilfreich sein könnten. • Verschlimmerungsfragen Fragen des Typs: »Was müssten Sie als Vater/Mutter/Sohn/Tochter tun (was müsste das Jugendamt tun, die Mitarbeiterin des ASD, die Lehrerin …), damit Ihre Situation noch schwieriger oder wirklich katastrophal würde?« (S. von Schlippe u. Schweitzer 1996.) • Barrierenbau: Mithilfe einer in der Situation aus Holzstücken gemeinsam gebauten und möglichst in derselben Situation wieder abzubauenden »Barrieremauer« wird an »heißen« Konflikten gearbeitet (s. zur Methode Wnuk-Gette u. Wnuk 1997). • Hütchenmodell: Hier werden am Flipchart die verschiedenen Rollen und Funktionen der Familienmitglieder mithilfe unterschiedlicher Hüte für unterschiedliche Rollen visualisiert (vgl. Satir 1989, S. 178). • Die auf eine positive Zukunft bezogene Wunderfrage wird gestellt, z. B.: Wenn Sie morgen früh aufwachen würden, wäre ein Wunder geschehen, und Ihr Problem hätte sich verflüchtigt woran könnten Sie das merken? (Kim Berg 1992.)

Die Familientherapeutin bietet eine Vielzahl systemischer und lösungsorientierter Techniken an. Wichtig scheint uns, dass die Familie die Kontrolle über deren Einsatz hat. Unsere Erfahrung zeigt, dass nicht nur reden, sondern auch die Möglichkeit von Wahrnehmung und Erleben auf anderen Ebenen den Prozess des Suchens nach und Findens von Lösungen sehr bereichert. Die Familien berichten, dass sie gerade nach Skulptur- und Visionsarbeit zu Hause über Neues und Interessantes geredet haben. In diesen Sitzungen werden schon neue Ideen zur Bewältigung der derzeitigen Situation gesammelt oft schriftlich auf Flipchart festgehalten und als Optionen, nicht als unbedingt notwendig, in den weiteren Ablauf integriert. 5.6 Der sechste Schritt: Das vierte Gespräch Hier liegt der Fokus auf dem zweiten Teil des Klärungsauftrages: Was von dem, was für die Familie als Lösung vorstellbar ist, kann durch das Angebot der Hilfen zur Erziehung unterstützt werden? Der KlärungsASD informiert über alle Angebote des Jugendamtes. Die Familientherapeutin bietet ihre Sicht von außen an und unterstützt die Familie, 205