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WR Jugendhilfe 1 05.book Seite 156 Mittwoch, 14. September 2005 7:25 19
Peter Ahrens, Eyke Baum, Monika Gessner, Annette Heyd, Elke Looft und Heike Richter
In einem anderen Projekt wurden maßstabsgerechte Modelle für
einen Spielplatz in der Nähe erstellt. Diese wurden dann dem zuständigen Umweltamt der Stadt Göppingen vorgestellt. Die Vorschläge
wurden von der Stadtverwaltung positiv aufgenommen und sind zum
Teil auch umgesetzt worden. Inzwischen wurden drei Spielplätze in
Göppingen teilweise nach den Wünschen der Kinder umgestaltet.
Bei Arbeitstreffen mit Mitarbeiterinnen anderer Einrichtungen
wurde deutlich, dass Themen dieser Art von verschiedenen mit Kindern arbeitenden Einrichtungen bearbeitet wurden. Um Interessen
und Kräfte zu bündeln und um die Partizipation von Kindern voranzutreiben, haben sich daraufhin Mitarbeiterinnen aus vier verschieden Einrichtungen zu dem Verein Initiative für Kinderinteressen in
Göppingen e.V. (INKI e. V.) zusammengeschlossen. Dank dieser Vereinsgründung gibt es eher die Möglichkeit, Projektgelder zu bekommen und Spender für diese Arbeit zu gewinnen. Außerdem stehen damit der Stadtverwaltung Ansprechpartner gegenüber. Durch diesen
Zusammenschluss zu einem Verein wurde die Koordination dieser
Arbeit verbessert. Es können so die verschiedenen Kindergruppen an
einem Thema arbeiten, und die jeweiligen Ergebnisse können zusammengetragen werden.
Auf diese Weise ist zum Beispiel der Kinderstadtplan für Göppingen entstanden und inzwischen bereits in zweiter Auflage erschienen. Die Stadt Göppingen, Touristinformation, hat diesen Kinderstadtplan finanziert. Zur Erstellung haben die Kinder die Stadt
durchforstet, alte Stadtpläne auf ihre Richtigkeit hin überprüft und
korrigiert. Angaben, die sie nicht interessierten, wurden herausgestrichen (z. B. gibt es kein eingezeichnetes Parkhaus im Kinderstadtplan), stattdessen Spielplätze, Spielflächen, Bäder, Basketballkörbe
u. Ä. eingezeichnet. In vielen Sitzungen mit der Stadtverwaltung und
dem Verlag entstand so der erste Göppinger Stadtplan für Kinder.
Mitglieder von INKI e.V. haben diesen Plan dann in allen dritten und
vierten Klassen der Schulen in Göppingen vorgestellt und eine Unterrichtsstunde damit gestaltet.
Ein weiteres Beteiligungsprojekt war unsere Aktion »Kinder erobern das Rathaus« in Zusammenarbeit mit der Jugendhilfeplanerin
der Stadt Göppingen. An diesem Tag konnten die Kinder sich frei im
Rathaus bewegen und den Mitarbeiterinnen der Stadtverwaltung Fragen zu ihrer Arbeit stellen. Außerdem trugen die Kinder (ca. 400 waren beteiligt) dem Oberbürgermeister und dem Sozialbürgermeister
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