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WR Jugendhilfe 1 05.book Seite 125 Mittwoch, 14. September 2005 7:25 19
- Die Mehrgenerationenperspektive zu Beginn des Hilfeprozesses
spektive ist sie aber problematisch, denn ihre Loyalitätsprobleme werden sich dadurch eher noch verschärfen.
Diese Ideen und Vorschläge sollten zum Abschluss dieser ersten Phase des Hilfeprozesses Mutter und Tochter mündlich, dem Vater schriftlich unterbreitet werden. 3.4 Optionen für den Hilfeprozess im Rahmen des Stuttgarter HzE-Projektes Eine klassische Rolle des ASD ist die des Case Managers, der die Koordination der Hilfen übernimmt. Das Konzept der Beratungszentren beinhaltet jedoch darüber hinaus den Ausbau und die Vertiefung eigener Beratungsleistungen, die durch die Schwerpunktbildung der Mitarbeiterinnen in Fortbildung und Praxis ermöglicht wird. Eine denkbare und wünschenswerte Schwerpunktsetzung innerhalb der Beratungszentren ist die mehrgenerationale systemische Familienberatung. Insofern könnte hier sowohl die angestrebte familientherapeutische Option als auch eine längerfristige Beratung im Rahmen der systemischen Sozialarbeit gesichert werden. Das Stuttgarter HzEProjekt ermöglicht es darüber hinaus, ein Hilfeangebot für Sarah zu gestalten, das in jeder Phase des Hilfeprozesses flexibel dem tatsächlich vorhandenen Bedarf anpasst werden kann. Das wöchentlich stattfindende Stadtteilteam stellt den fachübergreifenden Austausch sicher und kann jederzeit zur kollegialen Beratung genutzt werden. Durch die Zusammenarbeit der Beratungszentren und Allgemeinen Sozialdienste mit einem HzE-Träger ist eine enge Kooperationsstruktur vorgegeben. Die angestrebte dreimonatige Dichte der Kontraktgespräche sorgt zusätzlich für eine zeitnahe Auswertung der jeweiligen Jugendhilfe. In den Kontraktgesprächen wird viel Wert auf die Mitarbeit und Eigenleistungen der Betroffenen gelegt. Sollte bei Sarah eine zeitweise oder längerfristige stationäre Unterbringung notwendig werden, könnte der zuständige HzE-Träger eine stadtteilnahe Wohngruppe anbieten. Sarah müsste also nicht zwangsläufig ihr gewohntes Umfeld verlassen, und auch die ambulante Begleitung – beispielsweise in Form von Familiengesprächen – wäre gesichert.
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