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realen Humanität können nur Menschen durchsetzen, anmahnen,
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die widerständig sind und das Inhumane in der gesellschaftlichen
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Entwicklung, die Gefahren erneuter Traumatisierungen erkennen
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und sich dagegen stemmen. Die Korrektur der ‚Politik der Gleichgültigkeit‘ (Gruen 1997) braucht Menschen, die Mitgefühl zulassen können. Mitgefühl ist nichts Altruistisches, es beruht auf
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der Erkenntnis der wechselseitigen Abhängigkeit der Menschen,
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dem Bezug zum anderen. Schon Karl Marx definierte Freiheit als
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das gelingende Verhältnis im Bezug zum anderen: „Erst in der Gemeinschaft [hat jedes] Individuum die Mittel, seine Anlagen nach
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allen Seiten hin auszubilden; erst in der Gemeinschaft wird also die
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persönliche Freiheit erst möglich.“ (Marx/Engels: Die deutsche Ideologie, MEW Bd. 3, S. 74). Freiheit und Mitgefühl sind Schwestern.
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Sie bedeuten immer auch gemeinschaftlich zu handeln, um gesellschaftliche Strukturen zu erneuern und um mehr Gerechtigkeit zu schaffen. Die Einengung des Menschen auf den Status eines
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Objektes der Ökonomie macht gemeinsame Selbstbemächtigung
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zur Notwendigkeit, will man das Eigensinnige des Menschen und
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seine Würde verteidigen.
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Lassen wir uns von der Politik der Gleichgültigkeit nicht entmutigen. Erkennen wir unsere Wunden an, erkennen wir die
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Wunden und die Lebensleistung anderer an. Setzen wir uns gegen
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Ausgrenzungen zur Wehr. „Nur wenn das zentraler Bestandteil
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von Traumapädagogik wird, ist Traumapädagogik ein Teil der
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Bewegung für eine mitfühlendere Gesellschaft und eine Gesellschaft, in der Menschen von herausfordernden Lebensumständen
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genesen können. Individualität, innere Freiheit, Heilung können
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wir nur im Austausch mit anderen leben, Angst nur gemeinsam
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bewältigen, sinnvolle Veränderungen nur mit anderen bewirken.“
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(Weiß/Sauerer 2018, S. 96)
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Selbstbemächtigung im Inneren und in sozialen Bezügen nutzt
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allen Menschen. Doch für die Menschen aus herausfordernden
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Lebensumständen ist sie lebenswichtig. So ist die Anerkennung
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des Schmerzes ein bedeutender Schritt für das Ganzwerden, für die
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Integration von abgespaltenen Anteilen: „Die jungen Autorinnen
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des Buches: ‚Hey ich bin normal‘ haben […] haben ihren Erlebnissen und herausfordernden Erfahrungen nicht nur Worte
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