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307
das Herzstück einer Einrichtung. Doch nicht selten wird das in
der Hierarchie nicht wahrgenommen. Was bedeutet dies für ihre
Möglichkeiten der Mitbestimmung?
Partizipation erfordert Sachkompetenz für alle. Die Helfer*innen
in der Einrichtung sind die Expert*innen ihrer Arbeit, allesamt,
wenn auch auf unterschiedlichen Bühnen: „Das interprofessionelle
Gefüge in der Einrichtung muss demnach mit den Entwicklungen
einer gesteigerten Fachlichkeit mithalten können und alle Fachkräfte müssen in der Lage und bereit sein, über das eigene Handeln
und die eigene Haltung zu reflektieren bzw. sich infrage zu stellen.“
(Tiefenthaler/Gahleitner 2016, S. 178). Einige Einrichtungen haben
gute Erfahrungen mit traumapädagogischen Weiterbildungen mit
allen Kolleg*innen (Küchenpersonal, Pädagog*innen, Leitungen
und therapeutische Dienste) gesammelt. Im AWZ z. B. wird das
Fachwissen auch der Verwaltung und Haustechnik zur Verfügung
gestellt, auch sie sind Teil der Traumapädagogik (Sauerer 2017,
S. 15). Wenn der Veränderungsprozess von allen Funktionsgruppen
mitgestaltet wird, verändert das die Einrichtungskultur nachhaltig.
„Das höhere fachliche Niveau und eine veränderte Grundhaltung
so die Mitarbeiter/innen selbst über den Prozess der Schulung
wird nur erreicht, wenn der Veränderungsprozess von der gesamten
Organisation getragen und zwischen den verschiedenen Berufsgruppen und Leitungsebenen eine Arbeit auf Augenhöhe möglich
wird, also ein kollegialer, interdisziplinarer, hierarchieunabhängiger
Austausch entsteht.“ (Tiefenthaler/Gahleitner 2016, S. 178)
Eine traumasensible Organisationsveränderung kann mit der
Entwicklung traumapädagogischer Interventionen wie 
partizipative Strukturen auf allen Ebenen,
transparente, partizipative Gestaltung von Aufnahme- und Abschiedssettings, von Hilfeplangesprächen,
traumainformiertes (Fall-)Verstehen,
Räume zum Selbst-Verstehen
korrigierende Bindungserfahrungen,
emanzipative Sexualpädagogik