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Lebensbedingungen wissen, ist eine Chance für Kinder wie Jana und
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Philipp. Das hängt auch davon ab, wie sehr es den Pädagog*innen
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und ihren Verbänden gelingt, sich in die Diskussionen einzumischen und sich die Definitionsmacht über pädagogische Inhalte
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und Methoden nicht nehmen zu lassen.
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10.2 Die traumapädagogische Unterstützung im Umgang
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mit Übertragungen und Wiederbelebungen
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Eine spezifische – von Kenntnissen über Wieder-Belebungen geleitete – Pädagogik kann die Wirkung negativer Erfahrungen durch
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eine heilsame Gruppenatmosphäre entkräften und durch die Auflösung bzw. Entkräftung traumatischer Übertragungen und das
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Beenden von → Flashbacks/Rückblenden neue Beeinträchtigungen
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verhindern. Diese Hilfe ist so bedeutsam, da Rückblenden und
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traumatische Übertragungen die Mädchen und Jungen immer
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wieder an die Welt des Traumas binden, in der Welt des Traumas
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halten. Alte Erlebnisinhalte bekommen große Bedeutung, eine erreichte Stabilisierung wird extrem gestört. Angst, Unsicherheit, die
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traumatische Erwartung werden wieder bestätigt. Noch in der achten
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Auflage habe ich den sehr verbreiteten Begriff Reinszenierung –
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wenn auch mit Unbehagen – benutzt. Dieser unbewusste Versuch,
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Kontrolle über eine schmerzliche Situation zu bekommen, könne
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letztendlich zu Meisterung des Problems führen, so Sigmund Freud
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1914. Es gibt jedoch keine Anhaltspunkte für das Zutreffen dieser
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Theorie, „[…] denn die Wiederholung eines traumatischen Erlebnisses erzeugt noch mehr Schmerz und verstärkt den Selbsthaß“
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(Bessel van der Kolk 2015, S. 44). Auch ich glaube nicht an den unbewussten Versuch der Bewältigung, ich begreife dieses Phänomen
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als die Übertragung traumatischer Erfahrungen, die sich je eher
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auflösen, je früher der Mensch die Dynamik erkennt.
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