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für einen Außenstehenden kaum erkennbar war, eine Art Generalprobe für den völligen Zusammenbruch darstellte, der diese Gesellschaft dann während der Kriegsjahre einholte.“ (ebd., S. 19). Die pädagogische Auseinandersetzung um Normen und Werte ist ein notwendiger Beitrag zur Demokratisierung, so „[…] muß es sich die Erziehung angelegen sein lassen, nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern auch das Gewissen zu verfeinern. […] er (der Mensch, Anm. der Verf.) wird dann auch immunisiert gegen Konformismus und Totalitarismus […].“ (Frankl 2012, S. 25). Die Entwicklung moralischer Urteilskraft ist ein notwendiger Beitrag zu einer mitfühlenderen und gerechteren Gesellschaft. Politische Bildung, die Begleitung von politischem Denken, Urteilen und Handeln, wie sie in den 1970er Jahren selbstverständlicher Teil der Pädagogik waren, muss wieder, sicher mit neuen Inhalten und Methoden, Bestandteil jeglicher Pädagogik werden. Das beginnt im Alltag, auf Gruppenabenden, in den Beteiligungsgremien u. v. a. m. Bereits in diesem Sinne agierende Projekte wie die careleaver und Jugendliche ohne Grenzen in Deutschland oder das Friedensschiff Mirno More in Österreich, ein sozialpädagogisches Segelprojekt, das für eine stetige Initiative zum Aufbau einer übergreifenden europäischen Gesellschaft steht (http://www.mirnomore. org) und vor allem Fridays for Future bieten lebendige Möglichkeiten des Einmischens. Wir brauchen Visionen, Diskussionen über die Art und Weise, wie wir leben wollen: „Im Ganzen betrachtet haben wir das Gefühl […] von einer Zukunft eingesaugt zu werden, über die wir uns noch keine Gedanken gemacht haben und die uns schwindeln lässt. […] Wenn wir nicht mehr nach der Zukunft greifen, dann weil es eher die Zukunft selbst ist, die nach uns greift.“ (Augé 2019, S. 17). Auch darüber müssen wir mit den Mädchen und Jungen reden und sie in ihrer Auseinandersetzung mit sich und ihrem Platz in der Welt unterstützen. Diese Zeit – eine Übergangszeit – lenke die Aufmerksamkeit zwingend auf das Selbstbewusstsein, „[…] das Bewusstsein des individuellen Selbst, dass allein ihr Sinn verleihen kann: Wie sich wiederfinden? Wie sich darin wiederentdecken? Und wie seinen Platz finden?“ (ebd., S. 43) Wenn wir uns als einen traumapädagogischen Beitrag mit den Mädchen und Jungen gemeinsam mit Menschen, die die