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Tabelle 1: Bindungsverhalten nach Roland Schleiffer (2009)
Kinder und Jugendliche mit bindungsabwertender Kommunikation
Kinder und Jugendliche mit bindungsverstrickter Kommunikation
Sie ziehen sich bei Belastungen auf sich
selbst zurück.
Sie zeigen intensive Gefühle von Trauer
sowie Enttäuschung über Verluste.
Sie äußern keine oder selten Bedürfnisse nach Nähe, Unterstützung, Trost.
Sie vermeiden Eigenständigkeit und
selbständiges Handeln.
Sie stellen dagegen im materiellen Bereich massive Ansprüche.
Sie zeigen sich ängstlich und anhänglich.
Sie verhalten sich unnahbar und
pseudoautonom.
Sie resignieren schnell.
Sie können sich schlecht in andere
hineinversetzen.
Sie zeigen eine große Gefühlsambivalenz.
Sie werten Angebote der Pädagog*innen
ab, sie machen sie lächerlich und
ignorieren sie.
Aus (zu) großer Nähe entwickelt sich
schnell eine feindselige Distanz oder
eine Unerreichbarkeit.
Sie zeigen sich wenig kooperativ, eher
aggressiv und abweisend.
Sie dramatisieren ihre Hilflosigkeit.
Sie wechseln zwischen Emotionslosigkeit und Abweisung.
Bei der bindungsabwertenden Kommunikation ziehen sich Kinder
und Jugendliche auf sich selbst zurück. Sie äußern selten Bedürfnisse
nach Nähe, Unterstützung und Trost. Sie agieren pseudo-autark
und neigen dazu, keine Hilfe von Erwachsenen anzunehmen. Bei
der bindungsverstrickten Kommunikation agieren die Mädchen
und Jungen anhänglich, ängstlich und mit intensiven Gefühlen von
Trauer, zeigen Enttäuschung über Verluste, resignieren schnell oder
entwickeln aus einer großen Beziehungsnähe schnell eine feindselige Distanz oder Unerreichbarkeit (Schleiffer 2009). Manchmal
verfolgen sie uns überall hin, sind unser Schatten. Die Mädchen
und Jungen suchen in Nähe suchendem Verhalten Beruhigung, ihr
Bindungssystem ist überaktiviert. Ein hochunsicheres Bindungsmodell verleitet zur Verstrickung und Eskalation der Pädagog*in,
die Unsicherheit der Kinder und Jugendlichen wird erhöht. Vermeidend gebundene Mädchen und Jungen werten möglicherweise
die Beziehungsangebote der professionellen Helfer*innen ab. In
der Gegenreaktion agieren diese u. U. mit bindungsvermeidendem