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aber auch die Rolle eines beschützenden Elternteiles Bestandteil
einer heilenden Beziehung. Kinder wie Jana und Philipp brauchen
Menschen, die sie bei Schwierigkeiten durch Einflüsse aus der
sozialen Umwelt unterstützen. Die emotionale Beziehung zu den
Mädchen und Jungen sollte Elemente der hinreichend guten Mutter
(Winnicott 1976) enthalten. Jana und Philipp finden im Heim das
erste Mal Erwachsene, die in diesem Sinne Verantwortung für sie
übernehmen.
Eine die alten negativen Erfahrungen korrigierende Beziehung
zeichnet sich durch Exklusivität, Respekt, Übernahme von Verantwortung und Offenheit aus. M. Hoghughi, der langjährige Leiter
des Aycliffe Centre for Children in Durham/England, erläutert
die Bedeutung der Beziehung für Kinder und Erzieher*innen so:
„Das Wichtigste für ihn ist die Beziehung der Erwachsenen zu den
Kindern, und zwar aus vier Gründen: Sie stärkt das Selbstwertgefühl
der Kinder, sie kann ein Kind (fest-)halten (containing), dadurch
kann das Kind Vertrauen gewinnen und der Erzieher kann das Kind
stärken, ihm Kraft und Macht geben.“ (zit. nach Frommann 2000,
S. 29). Für Pädagog*innen und Einrichtungen bedeutet dies eine
Herausforderung: „Die Heimerziehung wird den ihr anvertrauten
Kindern und Jugendlichen nur gerecht, wenn sie die Spannung
zwischen deren Forderung nach Exklusivität und den Erfordernissen
der Institution aushält“ (Wieland u. a. 1992, S. 116). Der Fachverband Traumapädagogik formuliert in seinen traumapädagogischen
Standards die Notwendigkeit eines Beziehungsangebotes, dass sich
durch transparente, vorhersagbare, verlässliche und haltgebende
Strukturen und Elemente auszeichnet: „Den Kindern und Jugendlichen wird erklärt, wie und weshalb sich die Pädagog*innen ihnen
gegenüber verhalten.“ (BAG TP 2011, S. 15)